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20. Juli 2017

Alles wird Software

Ohne gut funktionierende Software steht heute jede Organisation still. Wer sowas in den Neunzigern behauptet hätte, wäre wohl ausgelacht worden. Alles drehte sich um Hardware, und das Potenzial der Software wurde längst nicht von jedem erkannt. Heute dagegen steht die Hardware im Dienste der Software, von Smart Buildings bis zu 3D-Druckern. Noch nie zuvor waren Organisationen so stark von Software abhängig wie heute.

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Als leitendes Mitglied von STRESS, des Studienverbands der Fakultät Betriebswirtschaft der niederländischen Universität Twente, war ich für das Sponsoring verantwortlich. In dieser Eigenschaft kam ich einmal mit einem Recruiter ins Gespräch. „Sie interessieren sich also für den kommerziellen Bereich?“, fragte er mich. „Dann hoffe ich, dass Sie nicht in der Softwarebranche landen.“ Das habe ich nie vergessen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Bemerkung dachte ich eine Zeitlang, dass ich mich von der Softwarebranche fernhalten musste. So landete ich in der Hardware, und zwar bei Hewlett-Packard, dem Marktführer im Servermarkt.

Von der Hardware zur Software

Damals wusste ich natürlich noch nicht, wie die Welt von heute aussehen würde. Die damalige Hardware ist zur Software geworden. Für den durchschnittlichen Kfz-Mechaniker reicht es beispielsweise nicht mehr aus, sich mit Autos auszukennen. Er muss auch über die neuesten Technologien im Bilde sein. Die Bremsbeläge meines Autos sind zwar Hardware, aber die Sensoren, die ihren Zustand überwachen, sind von Software abhängig. Viele Autos sind inzwischen mit einer elektronischen Handbremse ausgestattet, die ebenfalls durch Software gesteuert wird. Hardware ist zur „Commodity“ geworden; es ist die Software, die die faktischen Unterschiede bewirkt.

Diese Sichtweise wird von den meisten Organisationen geteilt. Nach meiner Zeit in der Welt der Hardware habe ich dann doch in die Branche der Unternehmenssoftware gewechselt. Übrigens mit voller Unterstützung meines Vaters: „Hardware kriegst du bald zu jeder Tube Zahnpasta umsonst“, war seine unverblümte, aber sehr weitsichtige Meinung. Eines meiner ersten Meetings als Sales Manager Software fand bei der Brauerei Heineken statt, und dort legte man mir nahe: „Marcel, du arbeitest jetzt bei unserem wichtigsten IT-Partner. Wenn eure Software nicht funktioniert, steht unsere Organisation still.“ Damals wurde mir sofort bewusst, welch schwere Verantwortung auf einem Softwarelieferanten lastet. Vor allem wenn die Programme wichtige Betriebsprozesse unterstützen, wie es bei der Software von Planon der Fall ist. Unsere Rolle ist es, den Immobilien- und Facility-Management-Abteilungen von Organisationen dabei zu helfen, erfolgreich zu arbeiten. Dass uns das gelingt, wird von vielen unserer Kunden bestätigt, und das bietet viel Erfüllung.

Innovationen nicht aus dem Weg gehen

In der Welt des Immobilien- und Facility-Managements ist festzustellen, dass die Software über die Hardware Einzug hält. So werden Gebäude beispielsweise mit Sensoren ausgestattet. Die Software in den Sensoren sorgt dafür, dass Daten erfasst werden. Diese Daten werden analysiert und zur Verbesserung der Betriebsprozesse verwendet. So rückt die Hardware immer weiter vom Endbenutzer ab, während die Software dagegen immer näher kommt. Die Organisationen achten nicht mehr auf die Marke der Hardware, in diesem Fall der Sensoren, sondern kaufen eine Dienstleistung. Die Software gibt bei dieser Dienstleistung also den Ton an.

Wird sie diese Führungsrolle auf Dauer behalten können? Das lässt sich nicht vorhersagen. Der Recruiter damals wusste schließlich auch nicht, dass Software diese Position erobern würde. Ich erwarte, dass die Software noch zugänglicher und intelligenter werden wird. Möglicherweise wird sie zu gegebener Zeit sogar von Software selbst geschrieben. Eines weiß ich jedoch sicher: ich werde niemandem davon abraten, mit diesen Innovationen Schritt zu halten! Neue Ideen sind schließlich oft schon veraltet, bevor man sich es versieht. Nicht jeder hat nämlich so viel Weitblick wie mein Vater, nicht wahr, Paps?

Marcel Groenenboom
General Manager Benelux and UK