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25. Juni 2015

Arbeiten im Flugzeug ist noch nicht flexibel genug

Kürzlich wurde mir auf einem Flug von Boston nach Seattle wieder einmal klar, wie schwierig es ist, im Flugzeug wirklich zu arbeiten. Ich wollte ein Skype-Gespräch führen, aber neben mir saßen andere Fluggäste. Erstens würde ich sie stören, und zweitens habe ich mit meinen Geschäftspartnern oft vertrauliche Dinge zu besprechen.

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Angesichts der Flüge von sechs Stunden oder mehr hat die Luftfahrtindustrie auch begriffen, dass es nicht nur darum geht, von A nach B zu kommen, und dass ein Flugzeug mehr als nur ein Transportmittel sein sollte. Um den gewünschten Ort zu erreichen, muss ich notgedrungen Zeit in einem Flugzeug verbringen. Dort will ich schlafen können, wenn ich müde bin, essen können, wenn ich Hunger habe und mir einen Film anschauen können, wenn mir nach Entspannung ist. Heute sind sich die Fluggesellschaften mehr denn je bewusst, dass ihre Passagiere auf langen Flügen ihren Alltag fortsetzen wollen.

Auf meine Situation übertragen bedeutet das, dass ich während des Fluges arbeiten will, denn ich möchte meine Zeit gern produktiv nutzen. Delta bietet seinen über 400.000 Fluggästen auf mehr als 3800 Flügen täglich WLAN an; das ist schon einmal ein guter Anfang. Bei verschiedenen Fluggesellschaften haben die Passagiere inzwischen die Möglichkeit, für den Flug ein Bett oder einen privaten Schlafraum zu reservieren. In den letzten Jahren haben viele Premium-Fluggesellschaften ihre Airbus-A380-Maschinen mit Luxusräumen wie Executive-Suiten, inklusive Duschen und Bars ausgestattet.

Wenn solche Einrichtungen bereits angeboten werden, erwarte ich, dass Arbeitsplätze – mitsamt einer Basisausstattung wie Docking Station, Headset, Drucker und ähnlichen Dingen – der logische nächste Schritt sind.

Die Welt wird immer kleiner, vor allem, weil es immer einfacher wird, von einem Land ins andere zu fliegen, und internationale Geschäftsbeziehungen werden immer mehr fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Die Flughafenbetreiber haben begriffen, dass sich der Bereich der Geschäftsreisen – und damit auch die Anforderungen an diese - ändert, und passen sich entsprechend an. Dem Bericht über Arbeitsplatztrends 2015 von Sodexo zufolge wurde in Hongkong 2010 die größte Flughafen-Business-Lounge der Welt eröffnet. Die 14.000 Quadratmeter große Lounge beherbergt ein komplettes Business-Center, das 300 Benutzern zugleich drahtlose Arbeitsplätze, Konferenzräume, moderne Videokonferenzeinrichtungen und technische Unterstützung bietet.

Die Flughäfen haben die neuen Bedürfnisse erkannt – jetzt müssen noch die Fluggesellschaften nachziehen.

Die Planon-Mitarbeiter sollen der Unternehmensphilosophie zufolge immer und überall arbeiten können, ganz gleich, ob sie sich zu Hause, im Büro, in einem Hotel oder eben im Flugzeug befinden. Und bis ich in der Lage bin, meine Flugstunden für produktive Arbeit zu nutzen, habe ich Zeit, über solche Fragen nachzudenken. Das habe ich offenbar mit anderen Planon-Kollegen gemein.

Fred Guelen
COO and President of North American Operations