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24. Dezember 2015

Das Stadion im Jahr 2015: tagsüber Büro, abends Veranstaltungsort

Schon seit Jahrhunderten werden Stadien für allerlei Unterhaltung genutzt. Schon das Kolosseum in Rom war seinerzeit Schauplatz von Kämpfen zwischen Gladiatoren und wilden Tieren. Die runde Form des Gebäudes, erbaut um eine Arena in der Mitte, ist im Stadionbau bis heute erhalten geblieben. Zum Glück hat sich aber die Art der Unterhaltung im Laufe der Jahrhunderte grundlegend geändert. Das Stadion wandelte sich vom Schauplatz grausamer Spiele zum Unterhaltungszentrum.

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Das Stadionkonzept hat in den vergangenen Jahrzehnten aber noch eine andere bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Während Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts Stadien häufig mit der charakteristischen Aschen- oder Radrennbahn angelegt wurden (wie das Olympiastadion in München), entstanden Anfang der 1980er-Jahre die ersten multifunktionalen Anlagen. So wurde das Stadion immer mehr zu einem dynamischen Gebäude, das für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt wird. Heute ist es sowohl Büroumgebung als auch Schauplatz von Veranstaltungen, wobei Zehntausende von Besuchern an mehreren Tagen pro Woche keine Seltenheit sind.

Das verlangt von den unterstützenden Organisationen, die die Nutzung des Stadions täglich in die richtigen Bahnen lenken müssen, große Flexibilität. In den Niederlanden haben wir langjährige Erfahrung mit dem Betrieb von Multifunktionsstadien wie der Amsterdam ArenA und dem Gelredome. Die Amsterdam ArenA, die sich mit ihrem einzigartigen Stadionmanagementkonzept zum „führenden Stadion der Welt“ entwickeln will, eröffnete kürzlich das Amsterdam ArenA Innovation Center. Dieses Innovationszentrum hat sich zum Ziel gesetzt, das Stadion und die gesamte Stadt Amsterdam smart zu gestalten. Es soll zum führenden Wissens- und Innovationszentrum der Niederlande für die Entwicklung intelligenter und nachhaltiger Stadien und Städte ausgebaut werden.

Um dieses Anliegen zu verwirklichen, arbeitet das Amsterdam ArenA Innovation Center gemeinsam mit mehreren marktführenden Partnern an verschiedenen innovativen Lösungen in den Bereichen Stadionentwicklung, Mobilität, Abfall- und Energiewirtschaft sowie Konnektivität. Um die Facility Prozesse transparenter und effizienter zu gestalten, integriert das Stadion alle Facility Partner in einer CAFM Plattform, die die tägliche Nutzung des Stadiongebäudes unterstützt.

Damit hat die Amsterdam ArenA die ersten Schritte zu einem neuen Stadionkonzept unternommen, das in den kommenden Jahren kontinuierlich ausgebaut werden soll. Ich persönlich bin sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Das Kolosseum ist vielleicht die Mutter aller Stadien, aber die Amsterdam ArenA beweist, dass die Zeit, in der ein Stadion ausschließlich Schauplatz von Sportwettkämpfen war, endgültig vorbei ist.

Rogier Blok
Information Manager