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25. Oktober 2018

Erfolg für Endkunden ermöglichen

"Du kannst den schönsten Ort der Welt entwerfen und gestalten. Aber es braucht Menschen, um den Traum zu verwirklichen." (Walt Disney)

Die Rolle des Integrierten Facility Managements (IFM) bei der Schaffung leistungsfähiger Workplaces wird durch die anhaltende technologische Revolution, die sich wandelnden Erwartungen der jüngeren wie älteren Arbeitnehmer sowie die Entstehung neuer Geschäfts- und Kooperationsmodelle geprägt. Zusammen ermöglichen diese Triebkräfte neue Arbeitsweisen, die die Rolle des Workplace für den Unternehmenserfolg verändern.

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IFM-Anbieter müssen die Organisationen ihrer Kunden auf neue Weise identifizieren und unterstützen, um sowohl mit internen als auch mit externen Interessengruppen zusammenzuarbeiten.

Der physische Arbeitsplatz ist nicht mehr das Epizentrum eines Unternehmens, aber er ist und bleibt der Schlüssel zum Erfolg des Endbenutzers und letztlich des Unternehmens. Der physische Arbeitsplatz, der durch IFM-Dienstleistungen angemessen verbessert wird, sollte sowohl die für den Unternehmenserfolg notwendigen Schlüsselaktivitäten als auch die Entwicklung einer Unternehmenskultur unterstützen, indem er die bestmöglichen und attraktivsten Arbeitsbedingungen bietet. IFM-Anbieter müssen nicht nur einen gut funktionierenden Gebäudebetrieb sicherstellen, sondern sich über den Fokus "Ziegel und Mörtel" hinaus auch auf einen benutzerzentrierten Ansatz konzentrieren, der den Menschen hilft, ihre beruflichen und persönlichen Ziele mithilfe von Arbeitsplätzen, Räumen und einer ganzheitlichen Workplace Experience, die Leistunfgsfähigkeit ermöglichen, zu erreichen.

Dieser Übergang wird tiefgreifende Auswirkungen auf die Prozesse der IFM-Anbieter, die Beschäftigungspraktiken und die Zusammenarbeit mit Partnern innerhalb und außerhalb des Unternehmens haben. IFM-Anbieter werden bei diesem Übergang vor vielen Herausforderungen stehen. Zwei der wichtigsten werden in diesem Blogbeitrag diskutiert - der Anstieg der zeitweise Beschäftigten und der Fokus auf Wohlbefinden und Engagement. Weitere Themen werden in meinem Vortrag (Jeffrey Saunders, Direktor des Copenhagen Institute for Futures Studies) am 7. November 2018 im Rahmen des von Planon veranstalteten Webinars "Erfolg für Endkunden ermöglichen" näher erläutert.

Mehr zukünftige Endbenutzer sind zeitweise Beschäftigte.

IFM-Anbieter müssen eine dynamische, hybride Belegschaft unterstützen, die aus Vollzeit- und Zeitarbeitskräften besteht (Auftragnehmer, Berater, Freiberufler, Zeitarbeiter, Berater usw.). Die Arbeitnehmer wechseln häufiger Arbeitgeber und Karrieren, und sie zeigen ein größeres Interesse an mobileren und flexibleren Arbeitsbedingungen. Für eine wachsende Zahl von Arbeitnehmern ist die Arbeit für einen Arbeitgeber in Vollzeit keine attraktive Option. Gleichzeitig setzen Unternehmen externe Arbeitskräfte ein, um die internen Kompetenzen zu ergänzen und die Flexibilität zu erhöhen.

Verschiedene Studien von Unternehmen und Regierungen zeigen ein wachsendes Interesse an diesem Trend. So geben beispielsweise 83% der befragten Führungskräfte in einer Studie von Oxford Economics an, dass sie zunehmend auf diese sogennten Contingent Workers zurückgreifen. In den meisten entwickelten Volkswirtschaften arbeiten 20-30% der Arbeitnehmer auf Erfolgsbasis. Sowohl das US-Arbeitsministerium als auch das britische Arbeitsministerium gehen davon aus, dass bis 2030 50% ihrer jeweiligen Arbeitsmärkte auf zeit- bzw. prjektbezogener Basis beschäftigt sein werden.

Der Einsatz von zeitweise Beschäftigten führt zu mehreren Herausforderungen am Arbeitsplatz. Sie wird sich auf die Integration und Bindung von Talenten auswirken und zu Herausforderungen bei der Verwaltung eines flexiblen Talentpools führen. IFM-Anbieter müssen sich auf eine ständig wechselnde Belegschaft mit unterschiedlichen und inkonsistenten Bedürfnissen einstellen.

Fokussierung auf Wohlbefinden und Engagement durch Wahl der richtigen Workplace-Strategie

Weltweit leiden Unternehmen unter einem hohen Grad an nicht engagierten, nicht motivierten Mitarbeitern. Nach Gallup-Daten aus 154 Ländern sind nur 16% der Arbeitnehmer weltweit am Arbeitsplatz engagiert bzw. motiviert, während eine noch größere Zahl, 18%, aktiv unmotiviert ist. Unmotivierte Arbeitnehmer sind nicht nur weniger produktiv und innovativ. Sie haben auch weniger soziale Bindungen am Arbeitsplatz und eine Bindung zur Mission oder Strategie des Unternehmens.

Unmotivierte, nicht-engagierte Mitarbeiter sind ebenfalls kostspielig. Sie kosten das Unternehmen durch Fehlzeiten (physische Abwesenheit vom Arbeitsplatz aufgrund von Krankheit oder Stress), Präsentismus (physische Anwesenheit am Arbeitsplatz, aber nicht vollständig produktiv) und höhere Fluktuation. Diese Kosten können reduziert werden: höher engagierte Mitarbeiter sind 37% weniger Tage abwesend als solche mit geringerem Engagement.

Um ihre Kunden dabei zu unterstützen, zukünftige Talente (Vollzeit- und Zeitarbeitskräfte) erfolgreich anzuziehen, zu integrieren und zu halten, müssen IFM-Anbieter herausfinden, wie der Workplace das Engagement der Mitarbeiter durch eine Workplace-Strategie unterstützen kann. Die Workplace-Strategie unterscheidet sich von der Unternehmensstrategie. Während sich die Unternehmensstrategie darauf konzentriert, einen Wettbewerbsvorteil basierend auf den Kernkompetenzen des Unternehmens zu schaffen, richtet sich die Workplace-Strategie nach der Unternehmensstrategie, dem Workpalce Design und den Bedürfnissen der Mitarbeiter.

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen einer produktiven Kultur und der Fähigkeit eines Unternehmens, die Strategie umzusetzen. Die Rolle des Workplace bei der Unterstützung der strategischen Kernziele, der Marke und der Kultur des Unternehmens wird oft übersehen. Bei der Gestaltung einer Workplace-Strategie sollten Unternehmen nicht nur die bestehende Kultur unterstützen, sondern auch die Entwicklung der gewünschten künftigen Kultur mit einbeziehen.

Die Wahl der richtigen Workplace-Strategie erfordert einen Wandel in der Art und Weise, wie IFM-Anbieter über ihre Workplacetaktik denken - sie werden zunehmend in Form von Return on Investment in Menschen und nicht in Form von Kostensenkungen denken müssen. Eine erfolgreiche Workplace-Strategie unterstützt die Mitarbeiter, da die Mitarbeiter das teuerste und wertvollste Kapital eines Unternehmens sind. Allerdings werden Produktivität und Innovation der Mitarbeiter oft unbeabsichtigt durch Entscheidungen in den Bereichen Immobilien, Workplace Design, Technologielösungen und dergleichen untergraben.

IFM-Anbieter in Kombination mit HR-, IT- und CRE-Funktionen benötigen eine stärkere Zusammenarbeit, um innovative und leistungsstarke Unternehmen zu schaffen, die die Endanwender in den Mittelpunkt der Workplace Experience stellen und das Verhalten der Endanwender durch Change Management und ”Nudging” beeinflussen. Die Workplace-Strategie konzentriert sich darauf, wie man den physischen Raum und die digitalen Technologien effizienter und effektiver aktivieren kann, um die Unternehmensziele und die Menschen, die an ihrer Erreichung arbeiten, zu unterstützen. Dies kann nicht nur zu Kosteneinsparungen führen, sondern auch ein Umfeld schaffen, in dem die Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen. Letztendlich ist es das Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten, die einen positiven Zyklus etablieren, der Menschen anzieht, befähigt und an das Unternehmen bindet.

Melden Sie sich am 7. November für mein Webinar an, um sich über weitere Herausforderungen zu informieren, denen sich FM-Dienstleister auf dem Weg hin zu mehr Endnutzer-Erfolg stellen müssen.

Jeffrey Saunders
Director of the Copenhagen Institute for Futures Studies