Kundenportal customer-icon
21. Mai 2015

Sie sind nicht der Einzige

Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Instandhaltungsmanagement sei nicht automatisiert. Wie verteilen Sie dann die Arbeitsbelastung auf die Mitarbeiter? Sie haben zehn Außendiensttechniker, und drei davon melden sich krank. Jetzt müssen Sie die ganzen Arbeitsaufträge neu verteilen. Nach Disziplinen, nach Region oder Einsatzbereich, und so, dass sich die Mehrbelastung gleichmäßig auf alle verbleibenden Mitarbeiter verteilt.

White Paper - Was sind IWMS & CAFM

Was sind IWMS und CAFM? Was ist der Nutzen? Wer nutzt es? Und welche Auswahlkriterien sind wichtig? Hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen.

Mehr lesen

Gut, das passiert schonmal, also alles kein Problem, richtig? Leider passiert das nicht ab und zu, sondern kommt ziemlich häufig vor. Dem 2015 Facilities Management Software BuyerView Report von Software Advice zufolge setzt ein erheblicher Teil der Organisationen überhaupt kein System ein (28 %), arbeitet noch mit Papier (23 %), Tabellenkalkulation (12 %) oder nutzt eine Kombination anderer Lösungen (10 %).

Ich habe festgestellt, dass viele Organisationen kombinierte Systeme anwenden. Sie sammeln Daten in Excel-Arbeitsblättern, Access-Datenbanken oder anderen isolierten Insellösungen. Diese Daten – in angemessener Zeit – in zuverlässigen Berichten zu bündeln, ist für sie schlicht unmöglich. Wenn die Daten überhaupt zugänglich sind. Ein großer Teil der Informationen befindet sich zudem nur in den Köpfen verschiedener Mitarbeiter.

Ich habe einst einen Mann kennen gelernt, der für große Investitionsprojekte eine der komplexesten Excel-Arbeitsmappen entworfen hatte, die man sich nur vorstellen kann. Ausschließlich er wusste, wie die Datei funktionierte, wodurch die Organisation vollständig von ihm abhängig war. Er wehrte sich vehement gegen jeden Versuch der Organisation, eine Softwarelösung für das Projektmanagement zu implementieren, denn das hätte schließlich eine Bedrohung für seinen Arbeitsplatz bedeutet. Dadurch kam aber die Organisation selbst in Gefahr.

Die Begrenzung von Risiken ist einer der Gründe dafür, weswegen Organisationen sich nach eigenen Angaben für die Implementierung einer CAFM-Lösung entscheiden. Ein großer Teil der Organisationen (35 %) nennt ein besseres Datenmanagement als wichtigsten Grund für die Anschaffung eines solchen Softwarepakets. An zweiter Stelle steht mit 22 % die Optimierung von Wartungsplänen.

Während ich diesen Bericht las, dachte ich mir, dass viel mehr Facility Manager und Immobilienverwalter diese Zahlen sehen müssten. Viele von Ihnen denken, weit im Rückstand zu sein, aber das ist keine objektive Einschätzung. Der Bericht beweist, dass auch unzählige andere Organisationen noch vollauf damit beschäftigt sind, ihre manuellen Methoden zu überarbeiten und zu modernisieren.

Allerdings habe ich einen Aspekt in dem Bericht wirklich vermisst: mir ist nicht klar, wie es Außendiensttechnikern möglich sein soll, ohne mobile App ihre Arbeit zu tun. Es ist einfach nicht logisch. Und dabei ist es unerheblich, ob Sie nur ein Gebäude oder vielleicht fünfzig davon im Bestand haben. Ihre Außendiensttechniker werden dafür bezahlt, vor Ort anwesend zu sein, in der Nähe der Anlagen, die repariert oder gewartet werden müssen. Sie sollten keine Zeit mit Fahrten von und zu einem Computer verschwenden müssen, um Daten zu aktualisieren und neue Aufträge abzuholen. Warum sollte man das nicht in Echtzeit tun?

Aber seien Sie nicht besorgt: Sie sind nicht der Einzige, der noch damit beschäftigt ist, herauszufinden, wie diese neue Arbeitswelt funktkoniert und wie man die verfügbare Technologie am besten dafür einsetzen kann.

Michael Habeeb
Former Sales Director Planon North America