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05. November 2015

Sieben Standards, die die IWMS-Umgebung gestalten und verändern

Dieser Blog ist eine Zusammenfassung von Kapitel „Initiatives that shape the landscape" des Buchs „A quest for excellence: Guidance for CRE & FM executives implementing a global IWMS”. Möchten Sie mehr darüber lesen? Klicken Sie hier, um eine Ausgabe des Buches zu erhalten.

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Planon hat „A quest for excellence: Guidance for CRE & FM executives implementing a global IWMS” („Auf der Suche nach Spitzenleistung: Richtlinien für CRE- & FM-Führungskräfte, die ein globales IWMS implementieren“) veröffentlicht. 

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Kommunikationsfehler können schwerwiegende Folgen haben. Das erlebte die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA, als 1999 der extrem teure Satellit Mars Orbiter nach dem Start spurlos verschwand. Die Ursache? Das Team von Lockheed Martin, das den Satelliten entworfen und gebaut hatte, stütze sich auf das angloamerikanische Maßsystem, während das NASA-Team das gängigere metrische System zugrunde gelegt hatte. Dadurch wurden die Koordinaten des Satelliten zur Steuerung der Antriebsraketen zwischen den Teams nicht korrekt kommuniziert. Dieser Fehler kam die NASA mit rund 165 Millionen Dollar teuer zu stehen.

Ohne Standardisierung ist es schwierig, mit anderen Abteilungen, Organisationen und Ländern zusammenzuarbeiten. Schon früher haben wir fünf wichtige Gründe für die Standardisierung genannt. Welches sind nun die sieben wichtigsten Standards für den Informationsaustausch in IWMS- bzw. CAFM-Umgebungen?

BOMA

Die Standards für Flächenmaße, die der Verband der Immobilieneigentümer und -verwalter BOMA (Building Owners and Managers Association) herausgegeben hat, finden in den Vereinigten Staaten schon seit fast einem Jahrhundert Anwendung. Sie umfassen auch Definitionen für Energieeffizienz, nachhaltiges Bauen, Barrierefreiheit und Luftqualität sowie Praxisbeispiele für Wartungsmanagement und Sicherheit.

EN 15221

Die europäische Norm EN 15221 wurde als ehrgeiziges Langzeitprojekt zur Ablösung lokaler Standards für das Facility Management, etwa DIN 277 und NEN 2580, aufgelegt. Inzwischen umfasst die Norm unter anderem Standards für FM-Vereinbarungen und -Prozesse, Qualitätsmanagement, Taxonomie und Klassifikation. Sie ist sowohl auf Hard- als auch auf Soft-Services anwendbar.

FASB und IASB

Angesichts des Bedarfs nach einer transparenteren Übersicht über die Aktiva und Passiva werden sich die FASB- und IASB-Regeln für das Immobilienleasing in den kommenden Jahren einschneidend verändern. Die Änderungen beziehen sich auf die Pflicht der Organisationen, qualifizierte Verbindlichkeiten nun als Operating-Leasing-Geschäfte zu kapitalisieren und als Aktiva bzw. Passiva in der Bilanz zu erfassen. Das hat Folgen für die Verwaltung von Immobilien und die Berichterstattung darüber in einem IWMS.

ISO

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) entwickelt Normen für die unterschiedlichsten Branchen. Für das IWMS sind verschiedene Standards relevant: ISO 9001 für das Qualitätsmanagement, ISO 14001 für das Umweltmanagement und ISO 50001 für das Energiemanagement. Im Zuge der Implementierung dieser Standards müssen Organisationen regelmäßig Prüfungen und Audits absolvieren. Für CAFM wird die ISO-Norm oft erst zu einem späteren Zeitpunkt relevant, da erst einmal genügend Daten und Prozesse zur Verfügung stehen müssen, um ein Audit durchführen zu können.

OSCRE

Das Open Standards Consortium for Real Estate (OSCRE) zielt auf die Entwicklung und Implementierung von Standards im Immobilien- und Facility-Management ab. Mit dieser Norm wird es einfacher, Daten zu sammeln, zu analysieren und zwischen verschiedenen CAFM Lösungen zu wechseln.

LEED und BREEAM

Die Standards des „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED) und der „Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology“ (BREEAM) bilden zusammen ein Fundament für die Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistungen von Gebäuden, beispielsweise in Bezug auf Energie- und Wasserverbrauch, Verschmutzung, Transport, Abfall und Materialverbrauch. Diese Standards ermöglichen es, die Leistungsdaten verschiedener Gebäude miteinander zu vergleichen.

COBie

COBie (Construction Operations Building Information Exchange) ist ein Standard für den Datenaustausch auf dem Gebiet der Gebäudedatenmodellierung (Building Information Modeling/BIM), der von der BuildingSMART Alliance (BSA) genutzt wird. COBie sorgt dafür, dass der Austausch von Daten aus der „Bill of Materials“, einer Liste aller Elemente, aus denen sich das Gebäude zusammensetzt) zwischen einem BIM-Modell und Systemen wie IWMS und CMMS einfacher und schneller verläuft.

Die Implementierung dieser Standards im IWMS Bereich stellt für verschiedene Organisationen eine Herausforderung dar. Die Arbeit mit Standards bietet aber auch Vorteile: niedrigere Transaktionskosten, einfacherer Zugang zu Informationen und höhere Qualität der Prozesse. Durch Anwendung dieser sieben Standards können Sie den Nutzen Ihres IWMS auf ein höheres Niveau heben. The sky is the limit!

David Stillebroer
Director Product Management