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19. Februar 2015

Studieren anno 2015

Sonntagabend, im Zug nach München. Auf dem Weg in die Stadt, in der du ein Zimmer hast und das Studentenleben genießt. Während der Zug durch die Landschaft rattert, schweifen deine Gedanken ab in die Woche, die vor dir liegt. Zu den Vorlesungen, die auf dem Programm stehen. Und natürlich wirst du mit deinen Kommilitonen auch wieder ein Bier trinken gehen. Das trainierst du dann schon wieder ab, beim Hallenfußball mit dem Fachbereichsteam. Und das alles auf einem Campus.

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Klingt gut, aber trotzdem stimmt etwas nicht. Über die Standorte der verschiedenen Einrichtungen wurde gut nachgedacht. Alles Notwendige ist da, aber warum nur scheint es, als habe die Zeit auf dem Campus stillgestanden? Warum nur kostet es so viel Zeit, einen passenden „Platz zum Studieren“ zu finden? Also einen Platz, wo man die Vorlesung nachbereiten, mit der Lerngruppe lernen oder die nächste Klausur vorbereiten kann? Und ist es nicht eigentlich eine der Hauptaufgaben einer Universität oder Fachhochschule, das Studieren zu ermöglichen?

Wenn Studierende produktiv sein sollen, müssen sie flexibel arbeiten können. Dann ist es nicht gerade förderlich, wenn man sich noch auf Papierlisten eintragen muss, um beispielsweise einen Projektraum oder einen Arbeitsplatz im Ruhebereich der Bibliothek zu reservieren. Angesichts der Dynamik der heutigen Zeit sind derartige Kommunikationskanäle Relikte, die den Bedürfnissen der Studierenden nicht mehr entsprechen.

Und, noch viel schlimmer: die auch nicht dem entsprechen, was Studienanfänger von ihrem Lernumfeld erwarten. Überholte, überfüllte Einrichtungen und andere konkrete Frustrationen bedrohen somit die Kernaufgabe einer Fachhochschule oder Universität. Wie geringfügig sie auch sein mögen –Ärgernisse dieser Art beeinflussen mittelbar oder unmittelbar die Qualität, die man dem Studium und dem Campus zuschreibt. Wenn man bedenkt, welche Summen jährlich in Innovationen und Computersysteme investiert werden, fragt man sich, wie es trotzdem immer noch Anmeldelisten auf Papier geben kann.

Universitäten und Fachhochschulen suchen darum nach Tools, die ihnen helfen, das Angebot an Studieneinrichtungen übersichtlich zu präsentieren. Beispielsweise, indem Plätze in Arbeitsräumen online reserviert werden können. Oder indem vor Ort über einen Touchscreen ein Platz besetzt werden kann. Die Identifizierung erfolgt auf einfache Weise mit dem Studentenausweis. Anschließend kann der Studierende den Raum oder Platz sofort reservieren. Natürlich sind alle Anwendungen mehrsprachig, und die verfügbaren Plätze können auch per Internet und App abgerufen werden. Mit der App kann ein QR-Code gescannt werden, um einen Arbeitsplatz zu reservieren, eine Störung zu melden oder Kommentare zu den gebotenen Einrichtungen abzugeben. Und das alles in nur drei Sekunden!

Wenn Sensortechnologie mit einem CAFM kombiniert wird, lässt sich darüber hinaus die tatsächliche Nutzung des Arbeitsumfelds messen und steuern. Dadurch sind die Informationen über die verfügbaren Räume immer korrekt und aktuell. Das ist wichtig für die Zuverlässigkeit der Dienstleistungen. Wichtig bleibt aber, dass diejenigen, die für die Immobilien und Einrichtungen verantwortlich sind, untersuchen, ob Innovationen dieser Art auch tatsächlich genutzt werden. Führen solche Modernisierungsmaßnahmen tatsächlich zum Erfolg oder müssen wir doch wieder zum guten alten Papier greifen?

Für Planon ist die Sache klar: Wir begrüßen die Studierenden herzlich im UC-Zeitalter! Unified Communications. Englisch, ok – aber zumindest klingt es schon einmal innovativ!

Bram Aarntzen
Former Business Consultant Planon Netherlands