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16. November 2017

Warum Technologie nicht nur Motor, sondern auch Wegbereiter des Wandels des Workplace ist

In unserem Arbeitsumfeld vollziehen sich verschiedene Veränderungen. Im ersten Blog dieser Serie habe ich bereits dargelegt, dass die Gruppe der Millennials im Arbeitsleben immer größer wird. Sie haben, wie aus Untersuchungen hervorgeht, andere Erwartungen und Bedürfnisse hinsichtlich ihrer Arbeitsplätze als andere Generationen. In meinem zweiten Blog haben Sie gelesen, dass auch die geografische Region, in der die Menschen leben und arbeiten, wesentlichen Einfluss auf diese Erwartungen hat. Dadurch ist es für den Facility Manager eine Herausforderung, weiterhin jedem ein optimales Arbeitsumfeld anzubieten. In diesem dritten und letzten Blog meiner Serie über den Wandel des Arbeitsumfelds befasse ich mich mit der Bedeutung einer Workplacestrategie und der Frage, wie sich diese realisieren lässt.

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Der Workplace als Waffe im „War for Talent“

Die Schaffung eines optimalen Arbeitsumfelds beginnt bei dem Wert, der dem Workplace beigemessen wird. War der Workplace bis vor Kurzem vor allem ein taktisches Mittel – eine Ansammlung von Räumen, Möbeln und technologischen Einrichtungen, die benötigt werden, damit das Personal seine Arbeit überhaupt ausführen kann –, werden sich die Organisationen inzwischen immer mehr bewusst, dass der Workplace auch weitaus stärker als bislang gedacht als strategisches Mittel eingesetzt werden kann. Allein schon, wenn man an den Fachkräftemangel denkt: ein attraktiver Workplace kann dabei helfen, den War for Talent zu gewinnen – und die Talente dann auch im Unternehmen zu halten. Der Workplace wird darum immer häufiger als wichtiges Werkzeug betrachtet, das es den Organisationen ermöglicht, ihre Ziele zu erreichen.

Die besten Talente im besten Arbeitsumfeld

Die strategische Relevanz des Workplace wird im Buch Work on the Move 2 der International Facility Management Association (IFMA) Foundation treffend beschrieben. Den Verfassern zufolge hat eine geeignete Workplacestrategie das Potenzial, die zukünftige Existenzberechtigung einer Organisation direkt zu beeinflussen. Aus den Gedankengängen der Verfasser schließe ich, dass Organisationen, die keine Workplacestrategie entwickeln, gegenüber anderen Organisationen strategisch gesehen ins Hintertreffen geraten werden. Wahrscheinlich gilt also auch, dass die Organisationen, die das beste Arbeitsumfeld bieten, die besten Talente anwerben und an sich binden können. Die Schaffung eines optimalen Arbeitsumfelds scheint damit nicht mehr nur eine wichtige Voraussetzung für die Mitarbeiterzufriedenheit zu sein, sondern könnte auf Dauer sogar für die Lebensfähigkeit der Organisation maßgeblich werden.

Auch die größeren Immobilienberatungsorganisationen wie JLL, CBRE und Colliers sehen das offenbar so. Sie erweitern ihr Dienstleistungsangebot um die strategische Workplaceberatung. Das beweist, dass dem Arbeitsplatz auch in der Immobilienwelt ein hoher Stellenwert beigemessen wird. So ist aus der Studie „Future of Work“ von JLL zu schließen, dass der Workplace als wichtiger Motor und Wegbereiter für den Erfolg einer Organisation zu betrachten ist. Dem Workplace kommt damit als Teil einer integrierten Strategie, die mehr umfasst als nur das Facility Management, eine wichtigere Rolle für die Erzielung künftiger Erfolge zu.

Eine Lektion in Evolutionstheorie

Diese integrierte Betrachtung des Workplace ist wichtig, um erfolgreich zu werden und zu bleiben. Wer sich am besten anzupassen weiß, wird überleben. Das erkannte Darwin schon im 19. Jahrhundert, aber seine Theorie ist bis heute aktuell. Der Präsentation Digital Disruption in the Workplace der Beratungsagentur Cushman & Wakefield (C&W) zufolge ist es von größter Bedeutung, dass die Organisationen flexibel genug sind, um sich an Veränderungen anpassen zu können. Die Art und Weise, wie sie mit Veränderungen umgehen, bestimmt laut C&W die Fähigkeit, ein modernes Arbeitsumfeld zu realisieren, sich Wettbewerbsvorteile zu sichern und in der Zukunft erfolgreich zu sein.

Diese integrierte Sichtweise gewährleistet, dass der Organisationsstruktur, der Unternehmenskultur und der Belegschaft gebührende Aufmerksamkeit gewidmet wird. Der letzte Pfeiler, der dabei noch fehlt, ist die Technologie, mit der ich mich bereits in einem früheren Blog über Veränderungen am Arbeitsplatz befasst habe. Technologie ist nicht nur der Motor für Veränderungen, sondern kann auch ein Wegbereiter sein, der es ermöglicht, die genannten Pfeiler zusammenzubringen. Durch weitere Automatisierung der Prozesse, den Einsatz neuer Technologien wie das Internet der Dinge und die Anwendung von Business Intelligence zur Ermittlung von Zusammenhängen in großen Datenmengen wird es möglich, die Funktionsbereiche Facility, Immobilien, HR und IT wirklich miteinander zu verbinden. Mit dem Ziel, die Strategie und die Ziele der Organisation optimal zu unterstützen. Die Ausarbeitung einer Workplacestrategie ist nämlich eine gemeinsame Verantwortung. Sie muss im Zusammenspiel zwischen Immobilien-, Facility-, HR- und IT-Managern erfolgen. Das ist eine pure Notwendigkeit, um sicherzustellen, dass die Organisation flexibel genug ist, eine Arbeitsumgebung anzubieten, die den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter entspricht – ganz gleich, welcher Generation sie angehören und woher sie stammen.

Geert-Jan Blom
Business Consultant Planon Netherlands

Dieser Blog ist der letzte einer dreiteiligen Serie. Teil 1 befasste sich mit der optimalen Workplace  Experience für Millennials, während es in Teil 2 um die Notwendigkeit ging, dass das Facility Management erkennt, inwiefern die geografische Region die Erwartungen und Bedürfnisse der Arbeitnehmer hinsichtlich ihres Arbeitsumfelds beeinflusst.