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01. Mai 2019

Wer sollte für das Internet der Dinge in Gebäuden verantwortlich sein?

Das Motto „Business as usual“ wird wahrscheinlich bald überholt sein. Da die digitale Geschäftswelt die Art und Weise, wie man Geschäfte tätigt, vor ganz neue Herausforderungen stellt, sind neue Fähigkeiten für Funktionen erforderlich, die früher klar definiert waren, wie z. B. Facility Management, IT, HR und Finanzen. Da sich auch diese Abteilungen dem Wandel anpassen müssen, müssen sie eng zusammenarbeiten, um neu entwickelte Technologien und Plattformen bestmöglich zu nutzen

White Paper - Was ist der Mehrwert des Internet of Things für das Immobilien- und Facility Management?

Das Internet of Things ist wahrscheinlich eines der am meisten diskutierten Phänomene unserer Zeit. Aber was ist das „Internet of Things“? Und welche Bedeutung hat es für das Real Estate- und Facility Management?

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Beispielsweise wurden Systeme wie Strom, Beleuchtung, Heizung, Kühlung, Sanitäranlagen, Brandmeldeanlagen, Sicherheit und Zirkulation in der Vergangenheit von der Abteilung Betrieb & Wartung beaufsichtigt. Da jedoch all diese Anlagen und Funktionen zunehmend mit dem Internet verbunden sind, sind sie nicht mehr nur Systeme, die es zu verwalten gilt. Stattdessen werden sie sowohl zu eigenständigen Informationsquellen als auch zu Nutzern dieser Informationen.

Dies wirft komplexe, neue Fragen auf. Traditionelle FM-Systeme erzeugen nun riesige Mengen an Daten, weshalb sich die Frage stellt, wann die IT-Abteilung eingreifen sollte. Wer sollte die Verantwortung für das Internet der Dinge übernehmen? Und wie sollten wir die Kontrolle und Verantwortung für diese neuen Gebäudeanlagen und -systeme zuweisen? Stehen wir vor einer neuen Ära, die von Informationskonflikten geprägt ist? Und wie beantworten wir Fragen hinsichtlich Legalität, Ethik, Privatsphäre und Sicherheit, die bisher nicht Teil der Gleichung waren?

Erweiterte Funktionen, um mit dem IoT Schritt zu halten

Zu Beginn müssen wir bedenken, dass Gebäudeanlagen und -systeme nur ein Teil des Internets der Dinge sind, ein Phänomen, das alle Arten von persönlichem und Unternehmenseigentum umfasst.

Beispielsweise konnten wir beobachten, wie sich unsere Autos von einfachen mechanischen Transportmitteln zu mobilen Computern entwickelt haben, die ihre eigene Leistung überwachen, uns auf erforderliche Wartungsarbeiten hinweisen und vieles mehr. Um sich an diese Veränderung anzupassen, involviert die Rolle eines Automechanikers nun zunehmend diejenige eines Computertechnikers.

Dies ist ein guter Wegweiser für die Richtung, die Gebäudebetreiber und Wartungspersonal einschlagen müssen, da sie sich weiterhin mit den physischen Realitäten der computergestützten und internetfähigen Gebäudeanlagen beschäftigen müssen.

Und wie sieht es mit den Anlagen aus? Da Aufzüge zu vertikalen Zirkulationssteuersystemen werden und Generatoren die Fähigkeit entwickeln, ihren eigenen Treibstoff zu bestellen, sind sie in vielerlei Hinsicht zu hochspezialisierten Computern geworden. Aufzüge und Generatoren erfordern zwar immer noch die typischen Wartungsprotokolle für ihre mechanischen und betrieblichen Eigenschaften, doch heute benötigt dasselbe Team neue Fähigkeiten, um auch die computergestützten Aspekte zu berücksichtigen.

Sind dies die Fähigkeiten von IT-Abteilungen, die auch von weitreichenden Veränderungen betroffen sind, die durch die zunehmende Menge an Big Data verursacht werden? 

Wer ist verantwortlich, wenn mehrere Abteilungen betroffen sind?

Mein Kollege Erik Jaspers ist der Meinung, dass die IT- und Facility-Management-Abteilung in einer gemeinsamen Funktion gebündelt werden müssen, da immer mehr IoT-bezogene Verantwortlichkeiten hinzukommen. Seinem Kapitel in Work on the Move 2 können Sie weitere Informationen über die Technologien entnehmen, die seiner Meinung nach die Zukunft prägen werden.

Die Einführung seiner vorgeschlagenen „IT- und Facility-Manager“-Funktion kann dabei helfen, die Frage zu beantworten, wer für internetverbundene Assets sowie für Installationen, Service und Einkauf verantwortlich ist, wenn es um IoT-bezogene Geräte wie Sensoren und Signalstationen geht. Diese Sensoren werden nicht nur an Schreibtischen, Wänden, Decken und anderen Oberflächen angebracht, um Bewegungen oder lediglich die Anwesenheit von Menschen zu überwachen. Sie werden auch zunehmend dazu verwendet, um Beleuchtungs-, Heizungs-, Kühlungs- und andere Gebäudesystem-Funktionen zu steuern. Ein IT- und Facility-Manager wird in der Lage sein müssen, sich um beides zu kümmern.

Unabhängig davon ist das IoT ein gemeinsames Unterfangen, das Input und Unterstützung von der FM-, IT-, Rechts-, HR-, Finanz- und anderen Unternehmensabteilungen benötigt, um es dem Unternehmen zu ermöglichen, seine Organisation zu optimieren und zukünftige Chancen zu nutzen.

In meiner 3-teiligen Reihe über das Internet der Dinge in Gebäuden erhalten Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

David Karpook
Vice President of Operations, North America