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01. März 2018

Wie Echtzeit-Personalisierung Facility Managern ermöglicht, der Vielfalt in dem Arbeitsumfeld gerecht zu werden.

In einem meiner früheren Blogs habe ich drei Entwicklungen angesprochen, die das Immobilien- und Facility-Management verändern:  wirtschaftliche Entwicklungen, demografische Entwicklungen und technologische Entwicklungen. Ich habe auch darauf hingewiesen, dass diese drei Entwicklungen zu zehn Trends führen, die 2022 Realität sein werden. In diesem Blog möchte ich mich speziell auf einen dieser zehn Trends konzentrieren, und zwar auf die Diversität von Arbeitsweisen, Kulturen und Generationen. Aus diesem Grund arbeite ich an einem Konzept namens Echtzeit-Personalisierung (Real Time Personalisation), mit dem Sie dieser Vielfalt gerecht werden können.

Webinar - Internet of Things: vom Schlagwort zur Chance!

Das „Internet of Things“ und „intelligenten Gebäude“ sind seit einigen Jahren in aller Munde. Im Bereich des Facility- und Immobilienmanagements steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie der Workplace kosteneffizienter, effektiver und kundenorientierter gestaltet werden kann.

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Diversität am Arbeitsplatz

Die zunehmende Diversität wird einen starken Einfluss auf unsere Arbeitsweise haben. Bis 2022 werden immer mehr Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Kulturen mit verschiedenem Hintergrund in einer Arbeitsumgebung zusammenarbeiten. Dieser kulturell diversifizierte Arbeitsplatz wird durch demografische Entwicklungen wie unter anderem Arbeitsmigration innerhalb von oder zwischen Kontinenten stimuliert, was zu einer größeren Vielfalt an Sprachen, Religionen und Gewohnheiten führt.

In Bezug auf Planon zeigt ein einfaches Beispiel, wie sich diese Entwicklung auf die Facility-Management-Prozesse auswirkt: Wenn z. B. meine Kolleginnen und Kollegen aus Indien an den Hauptsitz in Nijmegen kommen, passt unsere Kantine das Menü an ihre Vorlieben an.

Auch das Arbeitsumfeld wird sich infolge der unterschiedlichen Bedürfnisse, die die verschiedenen Generationen haben, verändern. Bis 2022 wird der Großteil der Babyboomer-Generation in den Ruhestand gehen. Der Generationenmix am Arbeitsplatz wird sich jedoch weiter vergrößern. Das hat mit der derzeitigen Gruppe von Menschen im Alter von vierzig bis fünfzig Jahren zu tun, die länger arbeiten müssen, während die Gruppe der Millennials, die in den Arbeitsmarkt eingetreten sind, immer größer werden wird. Laut einer in Work & Place veröffentlichten Studie von Wim Pullen unterscheiden sich die jeweiligen Präferenzen hinsichtlich des Arbeitsumfeldes je nach Alter. Diese Studie zeigt, dass jüngere Menschen ein flexibleres Büro bevorzugen, während Älteren ein Einzelbüro lieber ist.

In unserem Webinar „Wie Technologie eine Echtzeit-Personalisierung am Arbeitsplatz ermöglicht“ haben wir Teilnehmer aus verschiedenen Ländern gefragt, wie wichtig der Arbeitsplatz für die Gruppe der Millennials ihrer Meinung nach ist.

Auch wenn ein bedeutender Prozentsatz der Menschen glaubt, dass ein guter Arbeitsplatz für Millennials einfach nur „gewünscht, aber nicht notwendig“ ist, war die Mehrheit unserer Teilnehmer der Auffassung, dass die Qualität des Arbeitsplatzes für die Gruppe der Millennials sehr wichtig ist. Dies wird auch durch eine Studie von CBRE bestätigt, die bereits von meinem Kollegen Geert-Jan Blom zitiert wurde. Diese Studie ergab, dass für 78 % der Millennials das Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers wichtig ist, wobei sogar 69 % der Befragten bereit wären, Zugeständnisse bei anderen sekundären Beschäftigungsbedingungen zu machen. Es versteht sich von selbst, dass Facility Manager aufgrund dieser Erkenntnisse die spezifischen Bedürfnisse und Präferenzen dieser Mitarbeitergruppe sehr ernst nehmen sollten.

Es gibt KEINE Einheitslösung

Aufgrund der demografischen Entwicklung ist es offensichtlich, dass das Konzept der Einheitslösung nicht mehr auf den Bereich des Facility Managements übertragbar ist. Einerseits wird es immer ein gewisses Maß an Corporate Governance in Bezug auf Unternehmensstandards und -richtlinien geben. Andererseits wird aber auch der Bedarf an Personalisierung und Erfüllung individueller Bedürfnisse stark zunehmen. Wie können Facility Manager beide Seiten miteinander in Einklang bringen, um die Produktivität und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu verbessern? Bevor wir diese Frage beantworten können, ist es wichtig zu erkennen, wie Unternehmen derzeit das Dienstleistungsangebot an die sich ändernden Anforderungen der Belegschaft anpassen. Und genau das haben wir unsere Teilnehmer während des Webinars gefragt:

Überraschenderweise scheinen 38 % der Teilnehmer derzeit auf Ad-hoc-Basis zu arbeiten. Obwohl die FM-Branche seit vielen Jahren etabliert ist, sind Unternehmen, die Service Level Agreements implementiert (25 %) oder eine spezielle Bedarfsmanagement-Funktion haben (17 %), in der Minderheit. Die Arbeit auf Ad-hoc-Basis ist lediglich reaktiv, während die Arbeit mit SLAs und Bedarfsmanagement eine bessere Abstimmung von Angebot und Nachfrage gewährleistet und Facility Managern dabei hilft, die Komplexität der Veränderungen innerhalb des Unternehmens zu bewältigen.

Echtzeit-Personalisierung in dem Arbeitsumfeld

Um der Kombination aus Corporate Governance und stark individualisierten Bedürfnissen gerecht zu werden, sollten sich Unternehmen Gedanken über das Konzept der Echtzeit-Personalisierung (Real Time Personalisation, RTP) machen. Dieser ursprünglich aus dem Marketing stammende Begriff, der hauptsächlich im B2C-Geschäft verwendet wurde, hat zum Ziel, Dienstleistungen, Inhalte und Informationen möglichst personalisiert anzubieten. Denken Sie an Verbraucherdienste wie Netflix oder Amazon. Basierend auf Ihren persönlichen Vorlieben und Ihrem bisherigen Verhalten erhalten Sie Zugang zu relevanten und individualisierten Dienstleistungen. In der IWMS-Welt sehen wir dieses Prinzip bereits in Grundkonzepten wie dem Self-Service, der den Mitarbeitern auf einfache Weise Zugang zu Dienstleistungen ermöglicht, z. B. um einen Besprechungsraum zu buchen, der ihren Bedürfnissen zu einem bestimmten Zeitpunkt entspricht. Wenn wir neue RTP-Entwicklungen betrachten, ist digitalen Arbeitsplatzassistenten besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Diese Geräte kennen bereits Ihre Vorlieben und sind in der Lage, auf der Grundlage früheren Verhaltens und maschinellen Lernens Entscheidungen für Sie zu treffen.

Während des Webinars baten wir die Teilnehmer um Feedback über die Bedeutung von RTP und darüber, ob ihr Unternehmen bereits eine entsprechende Strategie entwickelt hat.

Obwohl die Ergebnisse relativ gemischt sind, sollte darauf hingewiesen werden, dass keiner der Teilnehmer es für unwichtig hält. Rund ein Drittel der Teilnehmer hält es für „gewünscht, aber nicht notwendig“, ein Drittel für sehr wichtig und ein Drittel ist noch unentschlossen. Für mich beweist dieses unterschiedliche Feedback, dass dieses Konzept für die FM-Branche neu ist und wir alle gemeinsam lernen und üben müssen. Um mehr über Planons Vision zu RTP zu erfahren, empfehle ich Ihnen, sich unser Webinar anzusehen.

Jos Knops
Director Global Product Marketing