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IoT (Internet der Dinge) für Immobilien- und Facility-Management

Das IoT (Internet of things bzw. Internet der Dinge) ist wahrscheinlich eines der am meisten diskutierten Phänomene unserer Zeit. Aber was ist dieses „Internet of things“? Gartner, das weltweit führende IT-Forschungs- und Beratungsunternehmen, definiert es wie folgt:

„Das Internet der Dinge ist das Netzwerk von dedizierten physischen Objekten (Dingen), die integrierte Technologien umfassen, die ihren internen Zustand oder eine externe Umgebung erfassen oder damit interagieren. Das IoT ist ein Ökosystem, das Dinge, Kommunikation, Anwendungen und Datenanalyse umfasst.“

Mit der Einführung von intelligenten Zählern, Sensoren, Gebäudesystemen und Geräten, die das aktuelle Verhalten messen und mit anderen Systemen kommunizieren und interagieren können, bietet das IoT zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im Gebäude- und Facility Servicesbetrieb. Analysten schätzen, dass 50 % der menschlichen Kontrollfunktionen in den nächsten fünf Jahren verschwinden werden. Real-Estate- und Facility-Management werden somit drastischen Veränderungen bei Geschäftsmodellen und Betriebsprozessen ausgesetzt sein.

Das müssen Sie über das IoT für Gebäude- und Servicesbetrieb wissen

Da heute immer mehr bekannte Technologien und Systeme mit dem Internet verbunden sind, können diese Assets mehr und tiefgreifendere Informationen liefern, mit denen neue geschäftliche Einblicke und Erkenntnisse gewonnen werden können. Die Daten, die von diesen Messgeräten, Sensoren, Gebäudesystemen und anderen verbundenen Geräten erfasst werden, bieten in Echtzeit Orientierungshilfe für den Entscheidungsprozess und ermöglichen sofortiges Feedback. Sie bieten zudem neuartige Einblicke in den Arbeitsplatz und helfen dadurch, besser zu verstehen, wie man die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter optimieren kann.

Im Immobilien- und Facility-Management gibt es fünf Anwendungsbereiche für IoT-Technologien: 

  • Nutzererfahrung; z. B. müssen Nutzer nicht weder darum bitten, dass etwas aufgefüllt oder repariert wird, noch werden sie enttäuscht, weil Hilfs- und Arbeitsmittel fehlen oder nicht richtig funktionieren.
  • Erfassung von Klimaparametern; z. B. Monitoring von Klimabedingungen und automatische Anpassung der Gebäudesysteme, um die Anforderungen einzelner Gebäudenutzer zu erfüllen und ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld zu schaffen.
  • Verbrauch / Intelligente Zähler; z. B. Erkenntnisse darüber, wann und wo es zu Verschwendungen kommt, um diese zu minimieren.
  • Erfassung von Zustands- / elektrischen und mechanischen Parametern; z. B. Überwachung von Parametern des tatsächlichen Verhaltens verschiedenster Anlagen, indem Vibration, Temperatur, Druck, Klang, Betriebsstunden usw. gemessen werden. Auf diese Weise können Sie Just-in-Time-Abläufe für die Instandhaltung einführen (zustandsbasierte Instandhaltung).
  • Erfassung der Nachfrage / Arbeitsplatz- und Raumbelegung; z. B. können die tatsächliche Belegung erfasst und nicht nur Verfügbarkeitsdaten für die Nutzer bereitgestellt werden, sondern auch die tatsächliche Auslastung von Einrichtungen nachverfolgt, No-Shows ermittelt und verwaltet sowie Belegungsmuster von Arbeitsplätzen und Tagungsräumen analysiert werden.

IoT für Gebäude und Integrated Workplace Management Systeme

Einen Mehrwert aus dem Internet der Dinge zu generieren, geht über die Vernetzung von Geräten hinaus. Es geht darum, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die auf (Big) Data basieren, und Maßnahmen auf Grundlage von IoT-Daten zu ergreifen, um es Ihrem Unternehmen zu ermöglichen, innovative Dienstleistungen zu erbringen und bessere Entscheidungen zu treffen. Beim IoT für Gebäude geht es hauptsächlich darum, Verhaltensweisen zu steuern, und weniger um die Technologie. Um zu verhindern, mit einer Datenflut überschwemmt zu werden, müssen die Akquisition und Interaktion einer großen Anzahl von Daten umsetzbar sein.  Gute IWMS-Systeme haben eine Schnittstelle zwischen IoT-Komponenten und Management-Reportingtools innerhalb der IWMS-Plattform geschaffen. Das IWMS-System extrahiert und analysiert die umfangreichen IoT-Daten der Gebäude, um automatisierte Prozesse und Analysen zu unterstützen.

Wie disruptive Technologie das Real-Estate- und Facility-Management beeinflusst

Evaluierung und Auswahl von IoT-Lösungen, die Ihre Anforderungen erfüllen

Der Weg zum IoT gestaltet sich für jedes Unternehmen anders. Beginnen Sie nicht mit der Einführung des IoT wegen der Technologie, sondern beginnen Sie mit den Informationen, die Sie optimieren möchten und den Geschäftszielen, die Sie erreichen möchten. Da Unternehmen das IoT mit ganz unterschiedlichen Ausgangsbedingungen nutzen, sind folgende Prinzipien bei der Auswahl von IoT-Lösungen wichtig:

  • Einfachheit: Die Implementierung und Platzierung von Sensoren und anderen IoT-Geräten müssen einfach sein, sodass sie einen Zweck im System erfüllen, diesem Regeln hinzufügen und leicht gewartet werden können, um zu verhindern, dass sie ausfallen.
  • Skalierbarkeit: Es ist wichtig, dass dieser neue Datenstrom trotz der Tausenden von Sensoren, die in Echtzeit operieren, nicht zu einem Leistungsabfall für die Nutzer des IWMS-Systems oder des allgemeinen IT-Netzwerks führt.
  • Sicherheit: Tausend Sensoren können zu tausend Sicherheitsproblemen führen. Indem Sie das richtige Netzwerk und die richtigen Sensoren auswählen, können Sie diese Risiken reduzieren, beispielsweise durch die Verwendung von nicht IP-basierten Netzwerken.
  • Geschwindigkeit: Die Lösungen von heute sind morgen schon veraltet, also müssen IMWS-Anbieter mit der Geschwindigkeit der heutigen Entwicklungen mithalten (können).
  • Vielfältigkeit: Die Technologien und Lösungen rund um das Gebäudeportfolio sind äußerst vielfältig. Denken Sie an Aufzüge, Rolltreppen, Heizung, Lüftung und Klimatisierung, Gebäudeleitsysteme, intelligente Abfallbehälter, intelligente Schreibtische usw.

LoRa zur Unterstützung des Internets der Dinge

Eine der bedeutendsten Entwicklungen des IoT-Netzwerks ist LoRa. LoRa ist eine innovative Netzwerktechnologie, die sich zum branchenweiten Standard für drahtlose IoT-Datenverbindungen entwickelt. Mit LoRa schaffen Sie zusätzlich zu den bestehenden Datennetzwerken ein komplett separates IoT-Netzwerk. IT-Netzwerk-Spezialisten müssen daher keinen spezifischen Zugang zu den IoT-Daten über die Geschäftsdaten-Netzwerke bereitstellen, was die Installation und die Verbindung über LoRa ganz einfach macht.

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Artikel & White Paper | 30/03/2017
White Paper - Was ist der Mehrwert des Internet of Things für das Immobilien- und Facility Management?

Das Internet of Things ist wahrscheinlich eines der am meisten diskutierten Phänomene unserer Zeit. Aber was ist das „Internet of Things“ und welche Anwendungsmöglichkeiten bietet es im Bereich Immobilien- und Facility Management. 

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Webinars & Videos | 06/05/2016
Webinar - Internet der Dinge: Chancen und Herausforderungen für CRE und FM

In diesem Webinar wird ein Blick geworfen auf die Entwicklungen beim Internet der Dinge und deren Auswirkungen auf Gebäude. Können wir IoT-Technologien schon heute nutzen und welchen Wert haben sie für uns? Werden Gebäude „intelligent“? Wenn ja, was beinhaltet dann diese Intelligenz? 38:02 Deutsch 

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Artikel & White Paper | 14/01/2016
Artikel - Das quantifizierte Gebäude

Das Internet of Things (IoT) ist auch für das FM vielversprechend. Was passiert also eigentlich gerade im Bereich der IoT-bezogenen Technologie und wie kann die Einführung geplant werden? 

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