Fallstudie - TU Braunschweig

Die Universität

Die TU Braunschweig ist eine forschungsorientierte Universität mit ca. 18.500 Studierenden in einer der »heißesten Forschungsregionen« Europas. Zur bewirtschafteten Fläche gehören rund 180 größere Gebäude mit 13.500 Räumen und einer Nettogrundfläche von ca. 400.000 m².

Herausforderung

Der Haushalt der TU Braunschweig wurde zunehmend durch wachsenden Energieverbrauch und steigende Kosten belastet. Die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel blieben dagegen unverändert. Um die Mehrkosten aufzufangen, wären massive Einsparungen in den Bereichen Forschung und Lehre sowie beim Campus- und Gebäudebetrieb erforderlich geworden.

Im Sommer 2013 wurde deshalb von der Strategiekommission das Projekt Energiekostenbudgetierung ins Leben gerufen, um Lösungen zur systematischen Senkung der Energiekosten zu entwickeln. Die dafür gegründete Arbeitsgruppe hat eine Vielzahl an Einsparpotenzialen identifiziert, u. a. Transparenz in die Verbräuche und Kosten gegenüber den Gebäudenutzern zu bringen und diese durch zusätzliche Anreize zur Änderung ihres Nutzerverhaltens zu motivieren.

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Nutzen von Planon conjectFM

Seit März 2014 stellt die TU Braunschweig allen universitären Einrichtungen ein übersichtliches Informationssystem zur Verfügung, das die zugewiesenen Energiebudgets sowie die monatlichen Strom- und Heizwärmeverbräuche gebäudeweise nach einzelnen Kostenstellen darstellt.

Jedem Nutzer einer Fläche wurde ein seinem Bedarf entsprechendes Energiebudget zugeteilt. Dadurch wurde die Verantwortung für den eigenen Energieverbrauch und die Möglichkeit, durch energiebewusstes Handeln direkten Einfluss zu nehmen, übertragen.

Die Budgethöhe wurde in Planon conjectFM aus den monatsweisen Verbrauchsmittelwerten der Jahre 2011 und 2012 ermittelt. Um die Budgets möglichst gerecht zu verteilen, wurden die belegten Flächen nach ihrer Nutzungsart gewichtet. Den Flächen sind in Planon conjectFM konkrete Nutzungsarten nach DIN 277 zugeordnet, für die wiederum in Anlehnung an die Vergleichswerte der EnEv2009 Normverbräuche definiert wurden. So haben z. B. technische Labore einen höheren Energieverbrauch pro Fläche und damit einen größeren Anteil am Gesamtenergieverbrauch und bekommen dementsprechend einen anderen Wichtungsfaktor als Büroräume.

Aus der Summe der Soll-Flächenverbräuche für einen bestimmten Nutzer multipliziert mit dem Preis pro kWh wurde das jeweils zur Verfügung stehende Energiebudget ermittelt. Über einen Korrekturfaktor wurde berücksichtigt, dass eine bestimmte Gesamtbudgetgrenze nicht überschritten wird. Auf diese Weise hat die TU Braunschweig das Gesamtenergiebudget auf insgesamt 280 Kostenstellen umverteilt.

Mit ENerGo+, einem Verbrauchs- und Kosten-Controlling Werkzeug für Lastganganalyse und Abrechnungsvorbereitung, werden die Verbrauchsdaten fernausgelesen und für die spätere Weiterverarbeitung aufbereitet. Dazu werden die Daten in virtuelle Zählerstände umgerechnet und nach einem manuellen Kontrollschritt einmal pro Monat in Planon conjectFM importiert und dabei automatisch den namentlich identischen Planon conjectFM-Messpunkten zugeordnet.

Zur Schaffung der notwendigen Transparenz werden allen Einrichtungen Auswertungen über ihren monatlichen Soll-Ist-Verbrauch im Planon conjectFM Web-Portal zur Verfügung gestellt.

Abschließend werden einmal jährlich die Budgets an SAP zur verursachergerechten Abrechnung pro Nutzer-Kostenstelle, Gebäude und Energieart übergeben und über Planon conjectFM ein entsprechender Bericht generiert.

An der TU Braunschweig hat sich die Einführung der Energiekostenbudgetierung unter aktiver Einbeziehung aller Einrichtungen als voller Erfolg erwiesen. Zum Gesamtkonzept gehören noch weitere Bausteine wie Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen, der Einsatz von Energieberatern in der Verwaltung und Energiebeauftragten auf Seiten der Nutzer, das Aufsetzen von wissenschaftlichen Forschungsprojekten zu Einsparungen sowie technische und bauliche Sanierungsmaßnahmen.

Anja Bungenstab, Projektleitung CAFM der TU Braunschweig

„Die 2014 erzielten Einsparungen für Strom und Fernwärme liegen über unseren Erwartungen im hohen sechsstelligen Bereich. Der mit Hilfe von Planon conjectFM gewonnenen Transparenz im Nutzerverhalten kommt dabei eine wichtige Rolle zu.“

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