07. Januar 2021

Abstand halten, wenn der Platz begrenzt ist: Einhaltung der COVID-19-Maßnahmen in Singapur

In einer Stadt mit mehr als 5 Millionen Einwohnern auf 725 km2, ist es nicht leicht, die Distanz zu halten. Die Löwenstadt – bekannt für ihre hohen Bußgelder, aber auch für eine hocheffektive öffentliche Bürokratie – behandelt soziale Distanzierung wie eine Wissenschaft.

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Singapur ist ein globaler Logistik- und Verkehrsknotenpunkt, dessen Flughafen Changi einer der größten und verkehrsreichsten der Welt ist und über 100 Länder verbindet. Mit jährlich rund 3,4 Millionen Reisenden zwischen Wuhan und Singapur stellte COVID-19 potenziell eine erhebliche Bedrohung dar. Daher ist es interessant , dass die Ausbreitung des Coronavirus in Singapur weltweit mit am niedrigsten ist.

Die Reaktion Singapurs auf das Coronavirus wurde von vielen Menschen auf der ganzen Welt als Modell angesehen, dem man nacheifern sollte. Der Stadtstaat hatte aus dem vergangenen SARS-Ausbruch wertvolle Lehren gezogen und ergriff umgehend Maßnahmen. Als pragmatische Erstlösung wurden auf der ganzen Insel in Food Courts, Parks und Einkaufszentren neue Symbole und Schilder angebracht, die veranschaulichen, wie soziale Distanz die Verbreitung des Virus eindämmen kann.

Als mehr über diese Krankheit bekannt wurde, führte die Regierung in Singapur nach und nach zahlreiche Kontrollmaßnahmen ein, wie z. B. strikte Reiseverbote, die Nachverfolgung von Kontakten, Circuit-Breaker (die Regierung Singapurs ordnete einen partiellen Lockdown an, der u.a. beinhaltete, dass die Menschen möglichst zuhause bleiben und ein bestimmtes Gebiet nicht verlassen sollten), das obligatorische Tragen von Masken, soziale Distanzierung und Kontaktbeschränkungen.

 

 

 

 

 

Als kluge Nation, die technologie- und digitalisierungsaffin ist, war die Infrastruktur für Homeschooling, Homeoffice und Online-Kurse zum Selbststudium bereits vorhanden, als der Circuit-Breaker Anfang April 2020 eingeführt wurde.

Während einige Länder noch darüber diskutierten, wie viele Laptops für Schulen benötigt würden, setzte Singapur Roboterhunde ein, die in den Parks patrouillierten. Jeder dieser Roboter war mit einer Kamera ausgestattet, um das menschliche Verhalten in den Parks zu überwachen, und strahlte Botschaften zur sozialen Distanzierung aus.

Die Behörden Singapurs wollten sicherstellen, dass die Bevölkerung die verhängten Maßnahmen auch wirklich einhält. Die Polizei von Singapur testete unbemannte Drohnen, um die soziale Distanzierung durchzusetzen. Im Juni dieses Jahres wurden, basierend auf den Aufnahmen von Sicherheitskameras, sieben Personen erwischt, die die COVID-19-Gesetze missachtet hatten, indem sie sich illegal versammelten, in einer großen Gruppe Kontakte pflegten und im öffentlichen Raum Alkohol konsumierten. Diese Personen wurden „öffentlich angeprangert“, indem ihre Identität, ihr Name, ihr Alter und ihre Nationalität in der Zeitung veröffentlicht wurden, und erhielten zusätzlich jeweils eine Geldstrafe zwischen 8.000 und 9.000 S$ (ca. 5.000 - 5.700 Euro).

Regierungsvertreter informieren aktiv über die Entwicklung der Pandemie, und – vielleicht der bemerkenswerteste Aspekt aus meiner (europäischen) Perspektive – die Richtlinien und Weisungen werden von der Mehrheit der Bevölkerung weitgehend akzeptiert und eingehalten. Eine Politisierung des Maskentragens und unbewiesene Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem Virus, die in verschiedenen anderen Ländern kursieren, gibt es in Singapur nicht.

Rückkehr an den Arbeitsplatz

Die Zahl der neuen COVID-19-Fälle in Singapur ist seit Mitte August 2020 drastisch auf ein paar Dutzend pro Tag gesunken, und seitdem sind keine neuen Kontaminationswellen mehr aufgetreten. Die Stadt bereitet sich auf die schrittweise Öffnung ihrer Wirtschaft vor, und die Menschen kehren nach und nach an ihren Arbeitsplatz zurück.

Während soziale Distanz rund um den Globus zu einem Schlagwort geworden ist, hat Singapur dieses vage Konzept zu sehr spezifischen Richtlinien weiterentwickelt. Unternehmen müssen den Beginn der Arbeitszeit über mindestens drei Ein-Stunden-Blöcke staffeln, um die Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel während der morgendlichen Stoßzeiten zu reduzieren. Sie sollen ihre Mitarbeiter in Gruppen organisieren und nach einem Rotationssystem einteilen, sodass zu keinem Zeitpunkt mehr als 50 % der Mitarbeiter im Büro arbeiten, während die anderen 50 % daheim arbeiten, und umgekehrt.

Um diese Richtlinien zu erfüllen, müssen Unternehmen die Dichte der von ihnen genutzten Fläche und die damit verbundenen Dienstleistungen wie die zeitnahe Reinigung der Einrichtungen kontrollieren.

Im Rahmen der Gebäudezugangskontrolle wird Gesichtserkennungstechnologie eingesetzt. Temperaturkontrollen und eine sichere Zutrittsregistrierung über QR-Codes sind gängige Methoden bei der Überwachung von Menschenmengen und der Erkennung von Fällen. Integrierte IWMS-Systeme werden dazu beitragen, Vorkehrungen für geteilte Teams zu unterstützen und zu überwachen, und es den Mitarbeitern zu ermöglichen, freie Schreibtische über ihre eigenen Geräte zu reservieren.

Um Organisationen bei der sicheren Rückkehr an den Arbeitsplatz zu unterstützen, hat Planon eine Reihe von Anwendungsfällen rund um Prozesse wie Besucherregistrierung, Zutrittsmanagement, Reservierungen, Reinigungsmanagement, Überwachung der Luftqualität in Innenräumen und Management von Serviceanfragen definiert. Die COVID-19-bezogenen Anwendungsfälle von Planon stoßen in unserer Community auf großes Interesse. Da die meisten Basisdaten bereits im System verfügbar sind, lassen sich zusätzliche Funktionen zur Unterstützung und Messung der Einhaltung der neuen COVID-Richtlinien ganz einfach hinzufügen. Planon hat vor Kurzem eine brandneue mobile Lösung für Arbeitsplatznutzer auf den Markt gebracht: die Planon Workplace Engagement App. Diese App sorgt für eine reibungslos funktionierende Arbeitsumgebung und eine berührungslose Benutzererfahrung und trägt somit zu einer sicheren Rückkehr an den Arbeitsplatz bei.

Angesichts der digitalen Affinität in Asien und der Offenheit gegenüber neuen Technologien kann man erwarten, dass der Übergang zur „neuen Normalität“ in Singapur, das 2020 zum zweiten Mal in Folge zur besten Smart City der Welt gekürt wurde, reibungslos vonstatten gehen wird. Hoffentlich dauert es nicht zu lange, bis wir wieder ein einigermaßen normales (Arbeits-)Leben aufnehmen können.

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