Planon greenhouse with workspaces, coffee corner and auditorium.

Drei Säulen des Büros nach der Pandemie: Inspiration, Motivation und Co-Kreation

Die Welt nach Corona rückt mit jeder Impfung näher. Sobald die Pandemie jedoch vorüber ist, stehen Unternehmen vor einer neuen Herausforderung. Wie verwalten Sie als Arbeitgeber die Belegung von Arbeitsplätzen, wenn Ihre Mitarbeiter häufiger von zu Hause aus arbeiten möchten? Was machen Sie mit dem entstehenden Freiraum in Ihrem Bürogebäude, wenn deutlich weniger Mitarbeiter gleichzeitig anwesend sind?

Wer im Jahr 2018 vorausgesagt hätte, dass in drei Jahren rund 25 Prozent der Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten möchten, wäre für wahnsinnig erklärt worden. Aber laut einer TNO-Untersuchung ist genau das passiert, und Unternehmen stehen nun vor einem Dilemma. Ziehen Sie in ein kleineres Büro mit geringeren Gemeinkosten? Oder organisieren Sie Ihren verfügbaren Raum neu und wandeln die Herausforderung ungenutzter Quadratmeter in Chancen um?

Harte Arbeit, viel Vergnügen

2020 mussten Unternehmen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter Zugang zu allen erforderlichen IT-Lösungen haben, um das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen. Wenn das Abrufen von E-Mails, das Abhalten von Meetings und das Arbeiten zu Hause genauso einfach möglich sind, wie im Büro – mit dem zusätzlichen Bonus, dass man weniger pendeln muss und mehr Freiheit hat – warum sollte Ihr Mitarbeiter dann ins Büro zurückkehren? Unternehmen, die ihre Mitarbeiter vor Ort haben wollen, müssen sicherstellen, dass das Büro einen Mehrwert im Vergleich zum Homeoffice bietet.

In dieser Situation wird der zusätzliche Platz, der nun zur Verfügung steht, von entscheidender Bedeutung. Das Büro muss sich zu einem Ort der Inspiration, Motivation und Co-Kreation entwickeln, einem Ort, der den Mitarbeitern Dinge bietet, die es zu Hause nicht gibt. Das postpandemische Büro wird eine Art Clubhaus sein, das den Gang ins Büro lohnenswert macht. Bei Planon haben wir unsere Mitarbeiter gebeten, „Moodboards“ zur Neugestaltung ihres Arbeitsplatzes zu erstellen. So entstand unser offener, grüner und nachhaltiger Arbeitsraum – ein Gewächshaus aus Stahl und Glas – in dem sich das gemeinsame Arbeiten natürlich anfühlt. Wir haben auch eine Strandbar eingerichtet, weil wir glauben, dass die besten Ideen oftmals bei einem Getränk am Freitagnachmittag entstehen.

Nachhaltige Innovation muss nicht teuer sein

Die Kosten sind einer der Faktoren, die Unternehmen davon abhalten, ihre freien Räume nachhaltig umzugestalten. Unternehmen denken allzu oft, dass eine Renovierung neue Designermöbel und Kunstwerke beinhaltet. Das mag für manche Unternehmen angemessen sein, ist aber sicher nicht die Norm. Als Planon im Jahr 2020 sein Büro neu gestaltete und ein Gewächshaus als zentralen Treffpunkt errichtete, war dies weniger kostspielig als andere Formen des Neubaus, und die von uns gewählten Möbel – Garten-Lounge-Sets – waren bei weitem nicht so teuer wie die „Designer“-Modelle, die Innenarchitekten oft vorschlagen. Mit dem zusätzlichen Vorteil, dass die Sitzgelegenheiten in unserem Gewächshaus viel bequemer und sehr einladend sind.

Google und Facebook sind Ihnen zuvorgekommen

Es ist ein ziemlich mutiger Schritt für Unternehmen, ihre bisherigen, klassischen Arbeitsplätze in Inspirationsbereiche zu verwandeln oder zwei Besprechungsräume durch einen Fitnessraum zu ersetzen. Sie sollten sich jedoch von den zahlreichen Unternehmen inspirieren lassen, die ihre Büros schon vor langer Zeit in einen Ort umgewandelt haben, an dem ihre Mitarbeiter „sein möchten“ und nicht „sein müssen“.

Im Dezember 2020 kündigte Google an, dass die Mitarbeiter ab September 2021 nur noch dreimal pro Woche ins Büro kommen müssen und dass diese Büros dann ganz anders aussehen werden. Diese Botschaft kommt von einem Unternehmen, das seit Jahren mehr Ruhebereiche als geschlossene Arbeitsräume einrichtet und in den meisten seiner Büros Rutschen in der Nähe der Treppen installiert hat. 2018 hat Facebook eine neue Firmenzentrale gebaut, die sich wie ein Ferienpark anfühlt, in dem die Grenze zwischen Garten und Bürogebäude nicht zu sehen oder zu spüren ist. Google, Facebook und andere Giganten haben erkannt, dass ein angenehmer Arbeitsplatz mit Raum für den Einzelnen eine bessere Work-Life-Balance schafft. Eine angenehme Arbeitsumgebung sorgt auch dafür, dass Sie Ihre Mitarbeiter langfristig binden, was zu besseren Ergebnissen führt. Das ist ein Denkprozess, von dem viele andere Unternehmen lernen könnten.

Über den Autor

Pierre Guelen | Chief Executive Officer (CEO)

Als Gründer und CEO von Planon ist Pierre Guelen verantwortlich für die globalen Unternehmensabläufe – Strategie und Gesamtfokus des Unternehmens tragen seine Handschrift. Guelen ist der unermüdliche Antrieb hinter Planons Führungsrolle in der Branche für Facility Management und Real Estate Software. Seitdem er Planon im Jahr 1982 gründete, hat Guelen auch aktiv an der Herausarbeitung des charakteristischen Profils der Branche und an dem Nachweis mitgearbeitet, dass die Bereiche Immobilien und Facilities eine tragende Rolle bei der Geschäftsstrategie spielen und den Gesamterfolg entscheidend mitbestimmen. Durch seine Führungsarbeit hat das Unternehmen zahlreiche Preise gewonnen, z.B. die Ernennung zur „Best Managed Company“ durch Deloitte. Pierre Guelen hat an der Avans Fachhochschule in Den Bosch und Rotterdam studiert und einen Abschluss in „Industrial Engineering“ erworben.

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