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Hybrides Arbeiten: Am Arbeitsplatz steht eine Revolution bevor

Die massenhafte Verlagerung ins Homeoffice als Folge der weltweiten COVID-19-Pandemie bedeutet, dass das Büro, wie wir es kannten, der Vergangenheit angehört. In Zukunft werden Unternehmen aller Formen und Größen hybride Arbeitsformen einführen – eine Form des flexiblen Arbeitens, die es den Mitarbeitern ermöglicht, ihre Zeit zwischen Büro und Homeoffice aufzuteilen.

Ein aktueller „Work Trend“-Bericht von Microsoft mit dem Titel „The Next Great Disruption is Hybrid Work - Are We Ready?“ zeigt, dass sich etwa 70 % der Arbeitnehmer auch nach der Pandemie flexible Homeoffice-Optionen wünschen, während sich über 65 % nach mehr persönlicher Zeit mit ihren Teammitgliedern sehnen. Um sich darauf einzustellen, planen 66 % der Unternehmen eine Umgestaltung der Büros, um sie zu strategischeren Einrichtungen zu machen, wobei sich die Arbeitsplätze zu Zentren für die Zusammenarbeit und die Pflege sozialer Kontakte entwickeln sollen, die mehr Interaktion zwischen dezentral arbeitenden Mitarbeitern ermöglichen.

In einem weiteren Bericht mit dem Titel „Five Best Practices for Success in the Hybrid Working Era“ skizziert das unabhängige Forschungs- und Beratungsunternehmen Verdantix die fünf besten Strategien für hybrides Arbeiten, die heute von vielen Unternehmen umgesetzt werden. Eine der in dem Bericht erwähnten Strategien ist der 60/40-Ansatz, bei dem die Mitarbeiter 3 Tage im Büro und zwei zu Hause arbeiten oder umgekehrt. Diese Regelung bietet den Mitarbeitern Zeit für soziale Kontakte und die Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Büro, während sie gleichzeitig die Vorteile des Homeoffice nutzen können, wie z. B. weniger Pendelzeit und mehr Flexibilität.

Die Bedeutung von Technologien für erfolgreiche hybride Arbeitsmodelle

Diese neuen hybriden Arbeitsmodelle bringen nicht nur eine interessante neue Dynamik in Büroräume sondern auch neue Herausforderungen. Eine der größten davon ist die Frage, wie man Mitarbeiter mit den richtigen Technologien ausstattet, um ihnen den Zugang zu und die Sichtbarkeit von verfügbaren Arbeitsplätzen an verschiedenen Standorten und unter Berücksichtigung der Arbeitszeiten ihrer Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen, wenn mehr Flexibilität bei der Arbeit herrscht. Herkömmliche Raumbuchungslösungen können dieser Komplexität nur schwer gerecht werden.

Meeting-Management-Technologien kratzen jedoch nur an der Oberfläche der Arbeitsplatzherausforderungen, die von Facility- und Immobilienmanagern in Zukunft berücksichtigt werden müssen; zudem müssen das Risiko einer extrem hohen oder geringen Belegung von Arbeitsplätzen, zukünftige COVID-19-Maßnahmen und das Wohlbefinden der Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Unternehmen, die über ein integriertes Workplace Management System (IWMS) verfügen, haben eine bessere Ausgangsbasis für die Implementierung und Einführung neuer Technologien am Arbeitsplatz und innerhalb der Belegschaft, um den Anforderungen hybrider Arbeitsstrategien gerecht zu werden. Unternehmen, die mit einem IWMS-Anbieter mit offener Plattform und einem robusten Partnernetzwerk zusammenarbeiten, haben einen noch größeren Vorteil – sie erhalten Zugang zur neuesten Generation von Arbeitsplatz-Apps, wie Planons Workplace Engagement App, die dabei hilft, sichere und gesunde Arbeitsplätze zu fördern und eine verbesserte Mitarbeitererfahrung durch intelligentere Meeting-Management-Funktionen zu ermöglichen.

Fünf Maßnahmen für eine erfolgreiche Strategie für hybrides Arbeiten

Da Unternehmen die Implementierung von Strategien für hybrides Arbeiten beschleunigen, gibt es eine endlose Reihe von Projekten, die die Aufmerksamkeit von Facility- und Workplace Managern erfordern. Die obersten Prioritäten für Unternehmensleiter sollten jedoch darin bestehen, das Feedback der Mitarbeiter zu nutzen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter über die besten technologischen Tools verfügen, um den größten Nutzen aus den hybriden Arbeitsmodellen zu ziehen.

Der oben erwähnte Verdantix-Bericht hebt fünf Maßnahmen hervor, die Unternehmen jetzt ergreifen können, um den größten Nutzen aus hybriden Arbeitsmodellen zu ziehen. Dazu gehören:

        1. Berücksichtigung von Mitarbeiter-Feedback bei der Umsetzung iterativer Programme
        2. Nutzung von Geschäftserfolgen während des Lockdowns
        3. Priorisierung von Investitionen in mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzlösungen
        4. Ermittlung ungenutzter Kosteneffizienzen, die durch hybrides Arbeiten erschlossen werden
        5. Zukunftssichere Strategie durch mehr Flexibilität

Damit eine Strategie für hybrides Arbeiten erfolgreich ist, muss sie natürlich flexibel sein, um den sich ändernden Bedürfnissen von Mitarbeitern und Unternehmen gerecht zu werden. Immobilienmanager sollten hybrides Arbeiten nicht als „letztendliches Ziel“ für das Büro betrachten, sondern als nächsten Schritt in einer längerfristigen Weiterentwicklung des Arbeitsplatzes.

Über den Autor

Peter Ankerstjerne | Chief Strategy Officer at Planon

Peter Ankerstjerne, MBA, COP, FRICS, IFMA Fellow hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in den unterschiedlichsten Bereichen des FM. Nachdem er in verschiedenen Führungspositionen bei ISS, Wework und JLL gearbeitet hat, ist er jetzt Chief Strategy Officer bei Planon Software. Seit 2016 ist er Teil des globalen IFMA Board of Directors, wo er derzeit den Vorsitz innehat.

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