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26. April 2017

3 Schritte, um die neuen Leasingbilanzierungsstandards fristgerecht zu erfüllen

Im Januar 2016 gaben das FASB und IASB die Leasingbilanzierungsstandards ASC 842 bzw. IFRS 16 heraus. Nach diesen neuen Standards müssen ab Anfang Januar 2019 fast alle Leasingverträge in der Bilanz ausgewiesen werden. In diesem Blog werde ich 3 Schritte erörtern, die Sie unternehmen können, damit Ihr Unternehmen diese Standards fristgerecht erfüllt.

Webinar - So wirken sich die neuen Lease Accounting Standards auf Ihr Unternehmen aus

Welche Auswirkungen die neuen Lease Accounting Standards haben und wie Sie noch rechtzeitig Compliance mit den neuen Regelungen sicherstellen können, erfahren Sie in unserem Webinar.

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Schritt 1: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuelle Situation.

Obwohl 2019 schon fast vor der Tür steht, ist es wahrscheinlich, dass die Vorbereitungen Ihres Unternehmens noch nicht allzu fortgeschritten sind. Es ist jedoch wichtig, jetzt damit anzufangen, da die Arbeit, die vor Ihnen liegt, recht zeitaufwendig ist. Zunächst einmal müssen Sie sich einen umfassenden Überblick über Ihre aktuellen Leasingverträge und -daten verschaffen. Wie viele Leasingverträge haben wir? Wo sind sie aufbewahrt? Sind sie korrekt? Bedeutet das, dass alle relevanten Änderungen enthalten sind? Sind alle Finanzattribute korrekt? Für die Bereinigung von Daten und die Validierung der Berechnungen in Leasingverträgen wird viel Zeit benötigt. Da dies große Auswirkungen auf die zukünftige Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) haben wird, ist es äußerst wichtig, dass Sie mit der Überprüfung Ihrer Leasingverträge unverzüglich beginnen.

Fluggesellschaften müssen beispielsweise all ihre Leasingverträge für Flugzeuge in der Bilanz ausweisen. Sie können sich sicher vorstellen, dass dies enorme Auswirkungen haben wird. Die Fluggesellschaften müssen verstehen, wie die Auswirkungen genau aussehen werden, sodass sie ihre Stakeholder und Investoren vorab informieren können. Um diese nicht nervös zu machen, wird empfohlen, ihnen die genauen Auswirkungen zu erklären, sodass sie umfassend informiert sind.

Das klingt zwar recht einfach, doch viele Unternehmen wissen eventuell gar nicht, über wie viele Leasingverträge sie verfügen. Dies gilt nicht nur für relativ kleine Unternehmen – auch große Unternehmen haben manchmal Schwierigkeiten, einen Überblick über alle relevanten Vertragsdaten zu erhalten.

Schritt 2: Legen Sie fest, welche Tools Sie verwenden

Der zweite Schritt besteht darin, die folgenden Fragen zu beantworten: Wie verwaltet Ihr Unternehmen seine Daten? Und wie übertragen Sie die Daten in Ihr Hauptbuchsystem?

Überprüfen Sie die vorhandene Systemlandschaft auf ihre Fähigkeit, die neuen Anforderungen zu unterstützen. Wenn es kein geeignetes System gibt, muss ein Auswahlverfahren eingeführt werden, mithilfe dessen eine geeignete Software-Lösung für die Leasingbilanzierung gefunden werden kann, sodass die neuen Vorschriften eingehalten werden können.

Schritt 3: Passen Sie Ihre Prozesse an

Der dritte Schritt besteht in der Änderung der Prozesse. Aufgrund der neuen Standards müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen, um Compliance sicherzustellen. Es wird empfohlen, die Dienste eines Beratungsunternehmens oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass die Prozesse den Standards gerecht werden, und um bei der Folgenabschätzung Unterstützung zu erhalten. 

Es ist sehr wichtig, genau zu verstehen, welche Auswirkungen die Verträge auf die Bilanz und die GuV haben werden. Es wird empfohlen, eine Software zu verwenden, die eine Berichterstattung ermöglicht, die auf zwei Weisen erfolgen kann: eine Variante des Reportings gewährleistet Konformität mit den aktuellen Bestimmungen während der Übergangsphase. Die andere implementiert das ab 2019 gültige Format rückwirkend ab 2016. Ihr Unternehmen muss die genauen Unterschiede kennen, um an seinen Leasingverträgen und deren relevanten Prozessen Anpassungen vornehmen zu können.

2019 kommt schnell!

All diese Schritte sind zeitaufwendig, und die Unternehmen benötigen eine „Komfortzone“, um ausreichend Zeit für eine Folgenabschätzung und die Festlegung neuer Praktiken bei der Portfolioplanung, der Leasingverwaltung und beim Transaktionsmanagement zu haben.

Der Teufel steckt im Detail. Was passiert, wenn Unternehmen bis Anfang 2019 nicht vorbereitet sind und die Standards nicht erfüllen? Sie werden wohl Bußgelder zahlen müssen – doch denken Sie einen Schritt weiter. Am Ende möchten Sie doch nicht zu den Unternehmen gehören, die die Standards nicht rechtzeitig erfüllen, oder? 

Dr. David A. Martin
Business Development Director Planon IFRS | Leasingbilanzierungsexperte

Möchten Sie gerne wissen, wie Planon helfen kann, das Lease Accounting Ihrer Immobilien und Assets compliance-konform an die neuen Standards anzupassen? Dann lesen Sie unserer Produktbroschüre.