Workplace Management umfasst alle Strategien, Praktiken und Prozesse zur Steuerung und Optimierung des täglichen Betriebs am Arbeitsplatz. Ein effektives Workplace Management ist entscheidend, um die Mitarbeitermotivation zu steigern, Risiken zu managen, Top-Talente zu gewinnen und die Einhaltung arbeitsplatzbezogener Vorschriften sicherzustellen.
Eine engagierte und produktive Belegschaft ist das Ziel jeder Führungskraft. Ressourcen werden in Schulungen, soziale Aktivitäten und Initiativen für das Wohlbefinden der Mitarbeiter gesteckt – mit dem Ziel, die Zufriedenheit und Leistung der Mitarbeiter zu verbessern.
Doch wie sieht es mit der Arbeitsumgebung selbst aus? Die Optimierung von Arbeitsplätzen für leistungsstarke Mitarbeiter ist ein Hebel, den viele noch nicht betätigt haben. Angesichts der Herausforderungen und Chancen, die sich durch das hybride Arbeiten ergeben, investieren die leistungsstärksten Unternehmen von morgen bereits heute in einen neuen Ansatz der Arbeitsplatzplanung.
Was ist Workplace Management?
Workplace Management oder Arbeitsplatzmanagement ist eine umfassende Strategie, mit der Unternehmen verschiedene Elemente innerhalb einer Arbeitsumgebung verwalten, so zum Beispiel Personal, Aufgaben, Ressourcen und Einrichtungen. Es umfasst alle Prozesse, Dienstleistungen, Einrichtungen, Anlagen und Technologien, die das Erlebnis am Arbeitsplatz verbessern. Die beste Lösung für Arbeitsplatzmanagement konzentriert sich auf die Bedürfnisse und Verhaltensmuster der Mitarbeiter in einem Unternehmen.
Moderne Arbeitsplatzmanagement-Plattformen gehen weit über den traditionellen Umfang einer Facility Management-Software hinaus. Sie vereinheitlichen Kernprozesse wie strategische Planung, tägliche Instandhaltung, Sicherheit, Catering und Servicemanagement und stellen sicher, dass jeder Teil des Arbeitsplatzes die Produktivität, die Zusammenarbeit und letztlich den Geschäftswert steigert. Durch die Konsolidierung dieser Abläufe in ein einziges System können Unternehmen die Nutzung besser nachverfolgen, die Dienste auf den tatsächlichen Bedarf abstimmen und den Mitarbeitern eine benutzerfreundliche Erfahrung bieten.
Die Entwicklung von Workplace Management Lösungen
In den letzten Jahren hat sich Workplace Management Software vor allem in vier Richtungen entwickelt:
Viele Unternehmen haben ihre Arbeitsplatzdefinition geändert – und damit mussten sich auch ihre Strategien für das Arbeitsplatzmanagement weiterentwickeln. Von ihnen wird nun erwartet, dass sie ihren Arbeitsplatz so gestalten, dass sie neben der traditionellen Arbeit vor Ort auch hybride, flexible und Remote-Arbeitsplätze anbieten.
Workplace Management hat sich von einem Flickenteppich von Einzellösungen zu einer benutzerfreundlichen, integrierten Lösung entwickelt. Früher gab es für die Raumreservierung und das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement getrennte Systeme. Heutige Lösungen für das Arbeitsplatzmanagement können alles umfassen – von der Überwachung der CO₂-Emissionen bis hin zur finanziellen Analyse. Über ein einziges Portal lassen sich alle Projekte, Anlagen, Mietverträge, Aufträge und Mitarbeiterinformationen nachverfolgen.
Außerdem ist die Menge an Daten, die erfasst, analysiert, weitergegeben und genutzt werden können, um ein Vielfaches größer als noch vor zehn Jahren. Das Vorhalten eines kohärenten Data Lake (eines zentralen Speichers) anstelle einer separaten Sammlung von Datenbanken ermöglicht eine einfachere Nutzung informativer Statistiken. Die Verbindung mit intelligenten Geräten und die Erstellung von Berichten über digitale und physische Interaktionen ermöglichen eine schnelle und zuverlässige Entscheidungsfindung.
Schließlich gilt eine Internet of Things (IoT)-fähige Arbeitsplatzmanagement-Software heute als Standard. Maschinelles Lernen wird der zentrale Treiber des nächsten großen Fortschritts in der Business Intelligence sein. Und sensorbasierte Belegungsüberwachungssysteme monitoren die Nutzung von Räumen in Echtzeit und helfen Unternehmen dabei, Nutzungsspitzen und nicht ausgelastete Bereiche zu erkennen. All diese Daten können zu besseren Entscheidungen über die Raumzuweisung führen, Kosten senken und den Komfort und die Produktivität der Mitarbeiter verbessern.
Bei entsprechender Implementierung kann ein integriertes Workplace Management System (IWMS) dieser Entwicklung gerecht werden. Datengestützte Entscheidungen und eine zentrale Informationsquelle schaffen die Grundlage dafür, dass die Arbeit überall und in jeder Form – ob hybrid, remote oder vor Ort – optimal unterstützt wird.
Die 4 Vorteile des Workplace Managements
Jeder Workplace Manager – ob im Bereich Facility Management, HR, Campus Services oder anderswo – hat ein eigenes Verständnis davon, was Exzellenz bedeutet. Doch vier zentrale Vorteile eines durchdachten Arbeitsplatzmanagements zeigen sich immer wieder:
1. Flächenmanagement: jeden Quadratmeter optimal nutzen
Die effiziente Nutzung von Büroflächen ist der Schlüssel zu zahlreichen Initiativen – insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und CO₂-Fußabdruck. Flächenmanagement analysiert, wie Räume tatsächlich genutzt werden – und ob sie noch effektiver eingesetzt werden könnten. Auf den ersten Blick scheint die Auslastung oft gut zu sein, aber Daten zeigen meist deutliche Schwankungen bei der Belegung.
- Liegt das an den Arbeitsmustern oder daran, dass die Büroausstattung und -gestaltung nicht den Bedürfnissen der Mitarbeiter entspricht?
- Wo gibt es ungenutzte Flächen?
- Gibt es ein Schreibtisch-Buchungssystem für Mitarbeiter, die nicht Vollzeit im Büro arbeiten?
Dabei geht es nicht nur um Schreibtische oder Besprechungsräume – auch Lagerflächen, Gemeinschaftsbereiche, spezialisierte Arbeitsbereiche und Verwaltungseinrichtungen müssen berücksichtigt werden.
Schlüsselkennzahlen:
- Flächenausnutzung: Prozentsatz der belegten Schreibtische/Büros
- Belegungsdichte: Anzahl der Beschäftigten pro Quadratmeter
- Auslastung der Besprechungsräume: Prozentsatz der gebuchten und tatsächlich genutzten Besprechungsräume
Die Auswertung dieser Kennzahlen zeigt klare Optimierungsmöglichkeiten: ob Flächenkonsolidierung, geringere Mietkosten oder eine effizientere Bürogestaltung.
2. Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung
Wissensarbeiter – also jene, die Probleme lösen, Innovationen vorantreiben und Teams führen – sind für moderne Unternehmen unverzichtbar. Ob sie erfolgreich sind, hängt jedoch oft von mehr als nur ihren Fähigkeiten oder ihrer Motivation ab. Ist die Arbeitsumgebung schlecht gestaltet oder zu komplex, können selbst die fähigsten Mitarbeiter überfordert und abgelenkt sein.
Allzu oft verschwenden hochqualifizierte Mitarbeiter ihre Zeit mit schlecht funktionierenden Systemen oder unnötigem Verwaltungsaufwand – Zeit, die sie lieber für innovative Ideen, strategische Projekte oder wertschöpfende Aufgaben nutzen könnten. Kommen noch unzureichend ausgestattete Arbeitsplätze oder veraltete Hardware hinzu, vergrößert sich der Abstand zwischen ihrem Potenzial und der tatsächlichen Arbeitsumgebung. Mit der Zeit führt dieses Missverhältnis zu Frust – und im schlimmsten Fall zum Verlust wertvoller Talente.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern und das Engagement am Arbeitsplatz zu steigern.
Beispielsweise ermöglichen Workplace Apps den Mitarbeitern, ihre Erfahrungen individuell zu gestalten. Eine benutzerfreundliche Schnittstelle beseitigt die Hindernisse, die einer Person den Zugang zu den nötigen Dienstleistungen erschweren: Reinigungs-, Catering- und Raumplanungssoftware. Die Daten aus der App-Nutzung fließen dann wieder in zukünftige Entscheidungen ein.
Wer seine Mitarbeiter gezielt unterstützt, schafft die Grundlage für langfristige Bindung – und moderne Arbeitsplatzmanagementstrategien setzen genau hier an. Die Mitarbeitererfahrung lässt sich durch Umfragen, Feedback-Formulare und App-Nutzungsdaten messen.
Schlüsselkennzahlen:
- Mitarbeiterzufriedenheitswert: gibt an, wie Mitarbeiter ihr Arbeitsumfeld, die Führungskompetenz und ihre Entwicklungsmöglichkeiten einschätzen.
- Employee Net Promoter Score (eNPS): misst, wie wahrscheinlich es ist, dass Mitarbeiter das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber weiterempfehlen.
- Mitarbeiterbindungsrate: erfasst den Prozentsatz der Mitarbeiter, die über einen bestimmten Zeitraum im Unternehmen bleiben.
Solche Kennzahlen helfen dabei, besser zu erkennen, wie sich Arbeitsplatzgestaltung und unterstützende Services auf die Stimmung und das Engagement der Belegschaft auswirken.
3. Kosteneffizienz und Ressourcenoptimierung
Ein effektives Arbeitsplatzmanagement senkt die Betriebskosten, indem es die Nutzung von Raum und Ressourcen analysiert. Es braucht Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung der Nutzung teurer Ressourcen wie Fuhrpark oder Spezialausrüstung, die im Verhältnis zu ihren Kosten oft nur eine geringe Auslastung aufweisen. Während es bei der Kosteneffizienz um die Minimierung der Ausgaben geht, geht es bei der Ressourcenoptimierung eher um die Maximierung der effektiven Nutzung dieser Ressourcen, was zu Kosteneinsparungen führen kann, aber nicht immer das primäre Ziel ist.
Facility Manager sollten neben der reinen Analyse der Raumnutzung auch qualitative Informationen, wie zum Beispiel Feedback, einbeziehen. Mit diesen Daten ausgestattet, können Arbeitsplatzmanager Kostenreduzierungen, Investitionen in Ressourcen oder Änderungen bei der Ausstattung leichter begründen.
Schlüsselkennzahlen für Kosteneffizienz:
- Kosten pro Mitarbeiter: Gesamtkosten des Arbeitsplatzes geteilt durch die Anzahl der Mitarbeiter
- Energieverbrauch pro Quadratmeter
- Instandhaltungskosten
Durch die Analyse dieser Kennzahlen können Bereiche für Kosteneinsparungen ermittelt werden, z. B. Verringerung von Energieverschwendung oder Optimierung von Instandhaltungsplänen. KPIs für die Ressourcenoptimierung sind eher auf die effektive und effiziente Nutzung von Ressourcen ausgerichtet.
Schlüsselkennzahlen für Ressourcenoptimierung:
- Auslastungsraten: Auslastung von Schreibtischen, Besprechungsräumen, Geräten und Flächen
- Belegungsraten: ähnlich wie bei der Nutzung, aber auf Personen bezogen
- Mitarbeiterproduktivitätskennzahlen: z. B. Projektabschlussraten
4. Workplace Strategie im Einklang mit Unternehmenszielen
Der gesamte Arbeitsplatz sollte im Einklang mit den Unternehmenszielen stehen. Wenn Unternehmensziele festgelegt oder aktualisiert werden, ist es wichtig, dass die Arbeitsplatzstrategie den Mitarbeitern ermöglicht, auf die Erreichung dieser Ziele hinzuarbeiten. Ein Beispiel hierfür könnte das Wachstum in bestimmten Bereichen einer Branche oder die Erschließung eines neuen Marktes sein.
Wenn sich die Belegschaft ändert, muss sich auch die Arbeitsplatzstrategie an die veränderten Bedürfnisse anpassen. Arbeitsplatzstrategien könnten sich auf Konzepte für gemeinsame Arbeitsplätze, Heimarbeit und die Umwandlung von festen Arbeitsplätzen in flexible oder gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche konzentrieren. Die KPIs sind in der Regel an das Geschäftsziel ausgerichtet.
Schlüsselkennzahlen:
- Häufigkeit der Zusammenarbeit: Wenn es das Ziel ist, die Zusammenarbeit zu verbessern, könnten Kennzahlen wie die Anzahl der genutzten Räume für die Zusammenarbeit oder die Häufigkeit abteilungsübergreifender Besprechungen erfasst werden.
- Wohlbefinden der Mitarbeiter: Wenn es das Ziel ist, das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu verbessern, könnten Kennzahlen wie die Fehlzeitenquote oder die Teilnahme an Wellness-Programmen von Bedeutung sein.
Hybrides Arbeiten: neue Herausforderungen und Lösungen
Da sich immer mehr Mitarbeiter an physischen Arbeitsplätzen fernab ihrer Kolleginnen und Kollegen befinden, bringt die Hybrid- und Remote-Arbeit zahlreiche neue Aspekte für die Arbeitsplatzplanung mit sich. Ein sorgfältiger Umgang mit den Herausforderungen des hybriden Arbeitens fördert eine widerstandsfähigere und anpassungsfähigere Belegschaft. Dabei sollten die folgenden Aspekte berücksichtigt werden:
Kommunikation bei der Remote-Arbeit in einem hybriden Umfeld: Der Wandel in der Kommunikation – vom persönlichen Meeting zu virtuellen Besprechungen – hat die Art und Weise verändert, wie Mitarbeiter Räume nutzen. Die persönliche Anwesenheit kann sich auf bestimmte Besprechungsarten oder Jahresabstände beschränken. Das Arbeitsplatzmanagement analysiert, prognostiziert und bereitet sich auf solche Entwicklungen vor, um sicherzustellen, dass Arbeitsräume den Bedürfnissen aller gerecht werden.
Ein Unternehmen mit vielen hybriden Mitarbeitern könnte etwa die Anzahl individueller Arbeitsplätze reduzieren und stattdessen mehr kollaborative Zonen schaffen – während es bei Produktstarts oder Sprints vorübergehend zusätzliche Büroflächen nutzt. Flexibles Ressourcenmanagement ist ein zentraler Erfolgsfaktor im hybriden Arbeitsumfeld.
Bewertung der Mitarbeiterleistung anhand der richtigen Kennzahlen: Personalverantwortliche stellen fest, dass die Bürozeiten nicht mehr als Maßstab für die Leistung herangezogen werden können. Hybrides Arbeiten gibt Mitarbeitern mehr Freiheit, selbst zu entscheiden, wann und wo sie arbeiten. Damit verschiebt sich der Fokus: weg von der reinen Präsenzzeit – hin zu dem, was tatsächlich erreicht wird.
Maßgeschneiderte, flexible Arbeitsplatzregelungen: Während der Lockdowns und durch familiäre Verpflichtungen erlebten viele Mitarbeiter, wie flexibel sich Arbeit an andere Lebensbereiche anpassen kann. Es ist daher nachvollziehbar, dass Unternehmen, die weiterhin solche Flexibilität bieten, hybride Mitarbeiter langfristig besser binden können. Gleichzeitig gibt es auch Beschäftigte, für die ein physischer, vom Arbeitgeber bereitgestellter Arbeitsplatz nach wie vor essenziell ist.
Integrierte Arbeitsplatzmanagementsysteme ermöglichen es, individuelle Präferenzen zu berücksichtigen, um Teamzusammenhalt und Leistung zu optimieren. Offene Feedbackschleifen sind entscheidend für die Entwicklung wirksamer Richtlinien für Besprechungen und Verfügbarkeit.
Zunehmende Abhängigkeit von Technologien: Alle Mitarbeiter benötigen die passenden Tools, um ihre Aufgaben effizient zu erfüllen. Mit zunehmender Remote-Arbeit wird eine stärkere Streuung der Hardware zu verzeichnen sein. Dies muss mit geeigneten Maßnahmen zur Cybersicherheit einhergehen. Zudem befinden sich remote arbeitende Mitarbeiter nicht mehr im geschützten Bereich eines physischen Arbeitsumfelds. Die zunehmende Abhängigkeit von Technologien – insbesondere bei der Verlagerung von Besprechungen in den virtuellen Raum – bringt Herausforderungen wie digitale Erschöpfung und die Auflösung klarer Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben mit sich.
Herausforderungen bei der Umsetzung neuer Workplace Management Strategie
Auch wenn die Vorteile eines effektiven Arbeitsplatzmanagements deutlich sind, stehen Unternehmen bei der Umsetzung neuer Strategien oft vor verschiedenen Herausforderungen:
Mitarbeiter und Führungskräfte können neue Technologien oder Prozesse ablehnen, da sie mit bestehenden Systemen vertraut sind. Eine effektive Kommunikation sowie gezielte Schulungsprogramme sind entscheidend, um diesen Widerstand zu überwinden und einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Der Einsatz fortschrittlicher Technologien wie KI-gestützter Flächenplanung oder sensorbasierter Belegungserfassung erfordert häufig erhebliche Anfangsinvestitionen. Diese Kosten müssen gegen langfristige Vorteile und mögliche Einsparungen abgewogen werden.
Die Erhebung und Auswertung großer Datenmengen kann komplex sein – gleichzeitig ist der Schutz personenbezogener Daten unerlässlich. Es wird robustes Datenmanagement benötigt, das sowohl Datenschutzstandards erfüllt als auch regulatorischen Anforderungen gerecht wird.
Die Integration neuer Technologien in bestehende Systeme kann technisch anspruchsvoll sein. Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, sind unter Umständen spezielle Fachkenntnisse und laufende Unterstützung erforderlich.
Die Umstellung auf eine datengestützte Arbeitsplatzstrategie kann einen grundlegenden Kulturwandel erfordern. Die Unternehmensführung muss eine Kultur fördern, die datengestützte Entscheidungen und kontinuierliche Verbesserung unterstützt.
Hybride Arbeitsmodelle bringen neue Herausforderungen mit sich – insbesondere bei der gleichzeitigen Koordination von Mitarbeitern im Homeoffice und im Büro. Unternehmen müssen flexible Richtlinien entwickeln und Technologie gezielt einsetzen, um Kommunikation und Zusammenarbeit zu fördern.
Trotz der Herausforderungen, die mit der Einführung neuer Workplace Management Strategien einhergehen, überwiegen langfristig die Vorteile in Form von höherer Produktivität, stärkerer Mitarbeiterbindung und besserer operativer Effizienz. Durch frühzeitige Auseinandersetzung mit möglichen Hürden können Unternehmen ein agiles, anpassungsfähiges Arbeitsumfeld schaffen, das im heutigen dynamischen Geschäftsumfeld erfolgreich besteht.
Wie lassen sich Workplace Strategien effektiv steuern?
Das Ziel integrierter Workplace Management Systeme (IWMS) besteht darin, die Vorteile eines strukturierten Arbeitsplatzmanagements zu realisieren und Geschäftsprozesse unternehmensweit zu unterstützen. Ein IWMS basiert auf einer gemeinsamen Plattform und Datenbasis und gliedert sich in vier zentrale Bereiche:
Planons IWMS unterstützt Sie dabei, mit den richtigen Daten die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Schnelles und nachhaltiges Handeln sichert die Kontinuität des Geschäftsbetriebs und bringt Ihr Unternehmen zum Erfolg – von der Mitarbeiterzufriedenheit bis hin zur CO₂-Reduktion. Dank der offenen Plattformarchitektur lässt sich Planon nahtlos mit anderen Smart-Building-Lösungen kombinieren – und kombiniert leistungsstarkes IWMS mit modernster IoT-Technologie.
Wie kann ein IWMS Ihre Workplace Strategie unterstützen?
Ein effektiv eingesetztes IWMS bietet fortschrittliches Monitoring, hochwertige Informationen und die Sicherheit vollständiger Compliance. Unternehmen können damit systematisch Verbesserungen vorantreiben – Schritt für Schritt:
- Taktiken für ein effektives Arbeitsplatzmanagement – Tools zur Planung und Steuerung von Veränderungen – inklusive der Integration mit CAD-Systemen zur besseren Visualisierung
- Best Practices im Workplace Management – Überwachung und Validierung der Arbeitsplatzleistung sowie bei Bedarf die Umsetzung gezielter Optimierungen
- Workplace Strategie – Sicherstellung, dass das Arbeitsplatzmanagement mit den Unternehmenszielen übereinstimmt, unabhängig davon, ob diese auf Wachstum, Marktpositionierung oder anderes ausgerichtet sind
Drei Ebenen der Arbeitsplatzoptimierung mit einem IWMS
Ein Integrated Workplace Management System oder IWMS unterstützt Unternehmen bei der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Arbeitsplatzmanagementstrategien auf drei Ebenen:
1. Strategische Ebene des Workplace Managements
Auf strategischer Ebene sorgt Workplace Management für eine langfristige Ausrichtung an der Gesamtstrategie des Unternehmens – sowohl im Hinblick auf die Geschäfts- als auch auf die Arbeitsplatzstrategie. Unternehmenswachstum, neue Märkte, kulturelle und demografische Entwicklungen sowie HR-Richtlinien beeinflussen die Größe und Art des Arbeitsplatzangebots. Zu den Workplace Strategien gehören die Umstellung von festen auf flexible oder gemeinsam genutzte Arbeitsplätze, neue Formen der Zusammenarbeit und Richtlinien zum mobilen Arbeiten. Diese Faktoren bestimmen den künftigen Bedarf an Immobilien, Flächen, Services und Prozessen.
Ein IWMS liefert neben Informationen zum Immobilienportfolio und zur Flächennutzung auch wertvolle Daten zur tatsächlichen Belegung und Auslastung, die für strategische Entscheidungen wesentlich sind. Funktionen zur strategischen Flächen- und Arbeitsplatzplanung ermöglichen die Prognose zukünftigen Bedarfs und die Entwicklung von Szenarien zu unterschiedlichen Arbeitsplatzkonzepten – und sorgen so für maximale Übereinstimmung Ihrer Arbeitsplatzstrategie mit den Geschäftszielen.
2. Taktische Ebene des Workplace Managements
Auf taktischer Ebene geht es um die erfolgreiche Umsetzung der Strategie, die laufende Überwachung und Validierung der Arbeitsplatzperformance sowie gezielte Optimierungen. Dazu gehören Projekte zur Flächen- und Arbeitsplatzoptimierung und das Management von Veränderungen, die durch geschäftliche Anforderungen ausgelöst werden.
Ein IWMS unterstützt das taktische Workplace Management mit einer Vielzahl von Nutzungs-, Belegungs- und Kostenanalysen sowie Tools zur Planung und Umsetzung von Änderungen. Meist sind IWMS mit Computer Aided Design (CAD) Systemen verknüpft, um die aktuelle und prognostizierte Flächennutzung zu visualisieren. Projektmanagement, Umzugsmanagement, Szenarioplanung und finanzielle Verrechnungsfunktionen vervollständigen das Instrumentarium für Flächen- und Arbeitsplatzmanager auf taktischer Ebene.
3. Operative Ebene des Workplace Managaments
Operative Exzellenz und Agilität sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Workplace Management. Stellen Sie sich vor, Mitarbeiter betreten das Büro und finden keinen freien Arbeitsplatz, keinen passenden Raum für die Teamarbeit – oder ein reservierter Besprechungsraum ist belegt. Solche Störungen im Arbeitsalltag lassen sich durch intelligente Lösungen vermeiden – z. B. mit einer Workplace App, über die Arbeitsplätze oder Räume direkt gefunden, reserviert und genutzt werden können. Dies steigert den geschäftlichen Wert des Arbeitsplatzmanagements.
Ein IWMS ermöglicht genau das: die Buchung von Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen oder flexiblen Flächen – auch kurzfristig („on-the-fly“). Kombiniert mit Sensortechnologie entsteht ein leistungsstarkes System, das Nutzer zum passenden Arbeitsplatz leitet und gleichzeitig Facility Managern hilft, Leerstände zu reduzieren sowie Services und Energieverbrauch am tatsächlichen Bedarf auszurichten.
Im Gebäude zeigen digitale Anzeigen oder Grundrisse in Echtzeit, welche Räume oder Plätze belegt, reserviert oder verfügbar sind. Mitarbeiter können über die App ganz einfach einen Schreibtisch reservieren – durch das Scannen eines QR-Codes oder das Einlesen eines RFID-Tags.
FAQs
Das Engagement der Mitarbeiter hängt davon ab, wie engagiert sie im besten Interesse ihres Arbeitgebers handeln. Eine engagierte Belegschaft bringt entscheidende Vorteile: höhere Produktivität, bessere Mitarbeiterbindung sowie eine offenere und innovationsfreudigere Unternehmenskultur. Diese Faktoren führen zu einer besseren Gesamtleistung, geringerer Fluktuation und einem widerstandsfähigeren Unternehmen.
Führungskräfte und Manager sind sich darüber bewusst, dass ein erfolgreicher Arbeitsplatz von den Mitarbeitern abhängt. Um im Beruf exzellente Leistungen zu erbringen und Sinn in der eigenen Arbeit zu finden, müssen Arbeitnehmer ihre Arbeitsumgebung richtig nutzen können. Unternehmen, die hier einen Schritt weitergehen, passen Workplace-Apps individuell an die Bedürfnisse und Präferenzen ihrer Mitarbeiter an. So ermöglichen sie eine optimale Arbeitserfahrung – sowohl individuell als auch im Team.
Workplace Management und Flächenmanagement sind zwei verwandte, aber dennoch unterschiedliche Konzepte des Facility Managements. Während sich das Flächenmanagement auf die Gestaltung sicherer, funktionaler und energieeffizienter physischer Arbeitsräume konzentriert, geht es beim Workplace Management darum, ein positives und produktives Gesamtarbeitsumfeld zu schaffen. Das Ziel: Mitarbeiterengagement, Zusammenarbeit, Produktivität und Effizienz gezielt fördern.
Workplace Management Plattformen gehen über das Ziel herkömmlicher CAFM-Lösungen hinaus, indem sie das Arbeitsplatzmanagement zu einem strategischen Instrument machen, das die Unternehmensziele unterstützt und einen messbaren Wert liefert. Software für das Arbeitsplatzmanagement sollte alle Prozesse vereinen, die Ihren Arbeitsplatz optimieren, die Produktivität steigern und das Arbeitsplatzerlebnis rationalisieren – von der strategischen Planung bis zur betrieblichen Nutzung, vom Catering bis zur Sicherheit und von der Instandhaltung bis zur Wartung.
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